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Uetersener Nachrichten

15. Dezember 2017 | 23:01 Uhr

Museumspädagogik : Traumata verarbeiten

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Das ist wirklich stark! Noch nie war das Interesse an der Museumspädagogik so groß wie gegenwärtig. Die Kabinett-Ausstellung im Herrenhaus des Museums Langes Tannen thematisiert noch bis zum 21. Februar den 30. Geburtstag der „Quetsche“. Zu sehen sind dabei Buchbilder und fertige Bilderbücher, illustriert von Gisela Mott‐Dreizler und Reinhard Scheuble. Die Ausstellung zeigt wunderschöne und sehr qualitätsvolle Bücher, mit mechanischen Handpressen von Reinhard Scheuble in kleinen Auflagen gedruckt. Diese haben ausgewählte Texte klassischer wie auch moderner Autoren zum Inhalt und zeichnen sich insbesondere durch eine künstlerische Gestaltung aus, die sie zu Bilderbüchern für Erwachsene macht.

shz.de von
erstellt am 09.Feb.2016 | 19:17 Uhr

Der gelernte Buchdrucker Reinhard Scheuble gründete vor 30 Jahren den Verlag für Buchkunst, dem er den Namen „Quetsche“ gab. Mit der Geschichte und der Technik befassen sich die Kinder und Jugendlichen, die an den museumspädagogischen Angeboten, initiiert von Museumspädagogin Eilika Plath, in Gruppen teilnehmen. Darunter sind viele Klassen Uetersener Schulen.

Dieses Engagement freut auch Museumsleiterin Dr. Ute Harms, die ein solches Interesse in der Vergangenheit vermisst hat. Jüngst zu Gast in der Museumsscheune war eine DaZ-Klasse der Rosenstadtschule. Die Flüchtlingskinder, die dort auf den normalen Unterricht vorbereitet werden und intensiven Deutschunterricht erhalten, erstellten unter Anleitung der Museumspädagogin Holzschnitte, deren Motive anschließend mithilfe einer Buchpresse – Leihgabe der Tornescher Künstlerin Gordana Köllner – und Farbe auf Papier übertragen wurden.

Die meisten Kinder verarbeiteten dabei ihre in Deutschland gewonnenen Erlebnisse. Zwei DaZ-Schüler aus Syrien widmeten sich dagegen den Themen Tod, Krieg und Zerstörung ihrer Heimat.

In der kommenden Woche ist der Künstler vor Ort und wird mit Schülern des Ludwig-Meyn-Gymnasiums arbeiten.

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