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Uetersener Nachrichten

20. August 2017 | 21:32 Uhr

Karriere : Trampe will ins Rellinger Rathaus

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Sprecher der Pinneberger Bürgermeisterin will an die Spitze der Rellinger Verwaltung: Marc Trampe bestätigte gestern seine Kandidatur für das Bürgermeisteramt in Pinnebergs Nachbarstadt. Für den 34 Jahre alten Verwaltungsfachwirt wäre es die zweite berufliche Station nach seinem Wechsel aus der Kreisverwaltung im Oktober des vergangenen Jahres.

Rellingen sucht einen neuen Verwaltungschef. Im kommenden Oktober endet die erste Amtszeit von Anja Radtke, und damit zieht sich die 51-Jährige aus der Spitzenposition zurück. Bereits im Frühling hatte sie angekündigt, aus persönlichen Gründen für eine weitere Wahlperiode nicht mehr zur Verfügung zu stehen. „Ich bemerke einen Substanzverlust“, sagte sie gegenüber den Uetersener Nachrichten. Somit dürfte der Rückzug der kräftezehrenden Aufgabe geschuldet sein.

Bei den Rellinger Parteien hat die Entscheidung Bedauern ausgelöst. Einmütig lobten die Vorstände von CDU, SPD, Grünen und FDP Fachwissen, Loyalität, Führungsqualität und Überparteilichkeit der Verwaltungschefin. „Uns wäre es am liebsten, sie würde bleiben“, sagte CDU-Fraktionschef Dieter Beyrle gestern auf UeNa-Anfrage.

Radtke war ebenfalls Wunschkandidatin der Fraktionen und kam – eine Rellinger Tradition – aus der eigenen Verwaltung, wo sie zuletzt den Posten der Büroleitenden Beamtin besetzte. Lange hatte sie unter dem damaligen Bürgermeister Oliver Stolz gearbeitet, der später den Chefsessel räumte, um als Landrat an die Spitze der Kreisverwaltung zu rücken. Radtke bewarb sich um die Nachfolge, blieb einzige Kandidatin und wurde gewählt. Ähnlich könnte es nun auch Marc Trampe ergehen. Bislang ist er der einzige Bewerber, der öffentlich seine Kandidatur verkündete. Radtke bestätigte, es habe inzwischen zwei weitere Anfragen auf die regionale Ausschreibung gegeben, Bewerbungen lägen allerdings noch nicht vor.

Der in Hamburg geborene Trampe ist in Rellingen aufgewachsen, hat hier die Grundschule besucht, im Sportverein Judo trainiert und Fußball gespielt. Seinen Schulabschluss machte er am Schulzentrum in Egenbüttel. Es folgte eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten in der Pinneberger Kreisverwaltung. Nach Zwischenstationen im Fachdienst Straßenverkehr sowie Veterinär- und Lebensmittelaufsicht wechselte er 2008 als Pressesprecher in den Stab des Landrates.

Im Oktober 2014 folgte Trampe einem Ruf der Pinneberger Bürgermeisterin Urte Steinberg und übernahm die Leitung ihres Büros mit sechs Mitarbeitern inklusive der Stabsstelle Organisation. Seitdem ist er nicht nur für die interne und externe Kommunikation zuständig, sondern leitet außerdem die Projektgruppe Flüchtlinge und ist persönlicher Referent Steinbergs. Um den nächsten Schritt auf der Karriereleiter machen zu können, muss er zunächst 115 Unterschriften von Unterstützern in der Gemeinde Rellingen sammeln. Das, so Trampe, wolle er nicht nur im Freundes- und Familienkreis tun, sondern auch im Gespräch mit Rellinger Bürgern. Dazu plant er jetzt seinen Wahlkampf. Noch hat er allerdings etwas Zeit, denn die Bewerbungsfrist endet offiziell erst am 11. April 2016. Zudem kann er sich der Unterstützung der Ratsfraktionen sicher sein. „Ich freue mich über den Schulterschluss“, sagte er nach den Gesprächen mit CDU, SPD, Grünen und FDP. Offenbar hatten sich alle vier Parteien im Vorwege darauf verständigt, auf eigene Kandidaten zu verzichten. Trampe ist wie Anja Radtke parteilos und versprach, ein neutraler Verwaltungschef zu sein. „Als Bürgermeister möchte ich in Zusammenarbeit mit den politischen Vertretern die Vorzüge der Gemeinde weiter stärken. Gleichzeitig möchte ich die Rellinger aktiv in die Entwicklungen und Entscheidungen einbinden“, sagte er. Rellingen sei nicht nur ein wirtschaftsstarker Standort, sondern auch eine lebenswerte Gemeinde, zu der er bis heute enge Verbindungen habe.

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erstellt am 10.Nov.2015 | 21:19 Uhr

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