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Uetersener Nachrichten

21. August 2017 | 06:36 Uhr

Handball : Trainer bringt TuS II auf Kurs

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

In der 20. Minute, als die HSG Pinnau II mit 11:10 erstmals in Führung ging, hatte Dennis Lißner genug gesehen: Erst warf der Trainer der 2. Männer des TuS Esingen die grüne Karte auf den Zeitnehmertisch und nahm eine Auszeit, und nur wenige Sekunden nach der Spielfortsetzung warf er selbst den Ball aus dem halblinken Rückraum zum 12:12-Ausgleich ins HSG-Tor. Die Wirkung seines Treffers wollte Dennis Lißner nach dem 34:24-Kantersieg, den seine Esinger im Erstrunden-Duell des HHV-Pokals am Ende feierten, aber keinesfalls überbewertet wissen: „Ich hatte einfach das Gefühl, dass meine Rückraum-Spieler eine Pause brauchen“, so der 30-Jährige, der auf Nachfrage klarstellte: „Dass ich mich selbst eingewechselt habe, hatte nichts mit dem Rückstand zu tun!“

Zunächst schienen die Tornescher in der Halle am Pinneberger Fahltskamp einem mühelosen Erfolg entgegenzusteuern: Nach vier herausgespielten Toren gelang Leonard Dombrowski in der siebten Minute per Siebenmeter das 1:5. Darauf folgten eine frühe erste Zeitstrafe gegen Ex-HSG-Spieler Dennis Vogt (11.), der bereits dritte Siebenmeter für Pinnau und Wurf-Pech des Favoriten, was die Hausherren zu Gegenstößen nutzten und zum 6:7 verkürzten (13.). Nachdem Hendrik Willenbrock den Ball zum 8:11 unter die Latte genagelt hatte (17.), traf der Außenseiter viermal in Folge zum 12:11 ‒ dies sollte aber die einzige Führung des Bezirksligisten bleiben. Dennis Lißners besagter Treffer brachte den Hamburg-Liga-Neuling aus Tornesch wieder auf Kurs. Weil die Pinnau-Spieler sich danach immer mehr in Einzelaktionen verstrickten und zu schnell den Abschluss suchten, führte die TuS-Zweite zur Pause immerhin mit fünf Treffern (14:19).

Bemerkenswert war, dass die Heim-Sieben auch nach dem Seitenwechsel sehr offensiv deckte: „Wir kommen nicht dazu, derartige Spiel- situationen zu trainieren ‒ deshalb war die offensive Abwehr des Gegners sehr gut für uns“, betonte Dennis Lißner. Die Esinger führten im zweiten Durchgang lange Zeit mit sechs oder sieben Treffern. Als Tobias Haan vom Kreis aus das 21:31 gelang (53.), betrug der Vorsprung erstmals zehn Treffer. Daraufhin betrieb die HSG-Zweite mit drei Toren in Folge erst etwas Ergebniskosmetik (24:31/57.), ehe die Gäste dreimal am Stück zum 24:34-Endstand trafen.

„Mit diesem Ergebnis bin ich natürlich zufrieden“, sagte Dennis Lißner, der zu bedenken gab, dass verletzungs- und krankheitsbedingt zahlreiche Akteure fehlten: „Es waren schwierige Bedingungen und wir sind Mathias Neumann sehr dankbar, dass er wieder bei uns ausgeholfen hat!“ Nun hat die TuS-Zweite im Pokal noch einiges vor: „Wir wollen soweit kommen wie möglich“, betonte Dennis Lißner.

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erstellt am 15.Okt.2015 | 20:14 Uhr

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