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Drachenfliegen : Traditioneller Gruß am Neujahrstag

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Was wäre ein Neujahrstag ohne die Flugobjekte des Drachenclubs Flattermann am Tornescher Himmel? Zur Begrüßung des neuen Jahres versammelten sich auch gestern Mitglieder des Drachenclubs und ließen über einer Wiese am Großen Moorweg selbst gebaute Drachen schweben.

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erstellt am 01.Jan.2016 | 18:04 Uhr

Diesen weithin sichtbaren Gruß an die Tornescher zu realisieren, war jedoch gar nicht so einfach, denn es herrschte zu Beginn des Drachenfliegens um 14 Uhr absolute Windstille. Doch die versierten Drachenbauer wissen natürlich, wie man auch ohne Wind die Drachen in die gewünschte Höhe steigen lassen und dort halten kann: „Man muss ganz viel Leine geben und viel laufen“, so Harry Hands, bei den Flattermännern für Material und Technik verantwortlich. Und so wurden zwei Mezger Roloplan-Drachen, mehrere Schleier-Delta- und Rokkaku-Drachen mit jeweils 100 Meter Leine in den Tornescher Himmel gehoben und schwebten dort gut 30 Minuten lang. Auch der Rokkaku mit dem Vereinsmaskottchen „Ronny“ begrüßte das Jahr 2016.

Spaziergänger am Großen Moorweg blieben stehen und auch der eine und andere Autofahrer hielt an und freute sich über den Drachengruß zum neuen Jahr. 35 Mitglieder, meist Familien, in denen auch die Frauen, Kinder und Enkelkinder das Hobby des Drachenbaus und Drachenfliegens unterstützen, gehören aktuell dem Drachenclub Flattermann an.

Gegründet wurde der Verein 1988. Von Anfang an gehört Walter Reimers, der Zweite Vorsitzende, der Gruppe an. Mit 79 Jahren ist er auch das älteste Mitglied. Jüngstes Mitglied ist der erst vier Wochen alte Jelle, Sohn des Ersten Vorsitzenden Malte Westermann. Auch in diesem Jahr wird der Drachenclub am 1. Mai bei der Saisoneröffnung der Fähre Kronsnest Drachen steigen lassen und am zweiten Wochenende im September in Ollsen in der Nordheide ein Drachenfest gestalten. Im Frühjahr werden die Flattermänner mit Flüchtlingskindern Drachen bauen und sie dann später auch gemeinsam steigen lassen. Das Material wird der Drachenclub zur Verfügung stellen. Walter Reimers hatte Kontakt zur Flüchtlingskoordinatorin Brigitte Berger aufgenommen.

Vor ein paar Jahren hatten die Flattermänner mit Kindern aus Tschernobyl, die zur Erholung im Kreis Pinneberg weilten, Drachen gebaut. „Das hat uns allen viel Freude bereitet. Wir haben uns vorgenommen, jedes Jahr eine soziale Tat zu leisten“, kündigt Uwe Mundry, technischer Berater des Vereins, an. Auch Drachen mit den Wappen der Kommunen Tornesch, Uetersen, Elmshorn, Ellerhoop, Schenefeld und Burg in Dithmarschen, aus denen die Mitglieder kommen, wollen die Flattermänner in diesem Jahr bauen. Am 1. Januar 2017 werden sie dann am Tornescher Himmel zu sehen sein.

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