zur Navigation springen

Vorstoss der Gemeinde Haselau : Tourismus in eigener Regie

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Angesichts knapper Kassen bei den regional tätigen Förderern des Marsch-Tourismus nimmt Haselau das Heft selbst in die Hand. Das Dorf will seine Vorzüge besser darstellen, um den Besucherstrom anzukurbeln. Auch eine Finanzspritze für den Verein „Tourismus in der Marsch“ (TiM) ist im Gespräch.

shz.de von
erstellt am 22.Mär.2013 | 20:47 Uhr

Einstimmig beschloss die Gemeindevertretung während ihrer jüngsten Sitzung, eine Arbeitsgruppe zu bilden, die eine Ist- und Potenzialanalyse erstellen soll.

Ausgangsfrage: „Wie kann ich den sanften Tourismus fördern, sodass unsere Cafés und Restaurants mehr Gäste bekommen?“, so der Finanzausschussvorsitzende Harald Jürgs (Freie Wählergemeinschaft Haselau, FWH). Die bisherigen Instrumente kämen an ihre Grenzen. Zwar zahlt die Gemeinde ebenso wie 13 andere Kommunen jährlich 1500 Euro an den Zweckverband Integrierte Station Unterelbe. Die Einrichtung im Elbmarschenhaus soll Landwirtschaft, Naturschutz und Tourismus in den Elbmarschen fördern. Doch betonte Jürgs: „Das ist zu wenig.“ Nachdem der Bund Ein-Euro-Jobber abzog, fließe das Geld vor allem in Personalkosten. Für Marketing sei kaum noch etwas übrig. Auch TiM, der die Tourismus-Managerin im Elbmarschenhaus bezahlt, kann immer weniger aushelfen, nachdem vor einem halben Jahr Uetersen austrat. Haselau will sich daher auf die eigenen Stärken besinnen. Bürgermeister Rolf Herrmann (CDU): „Die Gemeinde Haselau hat gewisse touristische Attraktivität. Die sollten wir zusammenstellen.“ Zudem möchte er Bürger einbeziehen, die mit dem Fremdenverkehr bisher noch nicht in Verbindung standen. Wenn sich eine Reisegruppe in einem Restaurant anmelde und nach einem Rahmenprogramm frage, sollte der Gastwirt eine Ideenliste ziehen können: Auftritte plattdeutscher Theaterspieler während des Essens, Führungen durch das Historische Museum, Besuche des Naturschutzgebiets unter Begleitung von Fachleuten. Jürgs will zudem die regionale Tourismusförderung finanziell besser ausstatten. Den Beitrag zum Zweckverband könnten die Mitglieder zwar nur einvernehmlich erhöhen. Allerdings träten manche lieber aus als mehr zu zahlen. Möglich sei aber, TiM projektbezogen zu unterstützen – etwa für Werbekampagnen. „Ich stelle mir persönlich vor, dass wir da einen vernünftigen Betrag in die Hand nehmen“, sagte er. Wenn die Branche wachse, fließe das Geld über die Gewerbesteuer wieder in das Stadtsäckel zurück.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert