Ehrenamt : Torsten Albig lobt das DRK Uetersen

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Beim Rosenfest 2012 hatte der gerade gewählte Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Torsten Albig, Uetersens DRK-Ortsvereinsvorsitzendem, Thomas Stange, versprochen, baldmöglichst noch einmal nach Uetersen zu kommen und dann beim Roten Kreuz an der Ernst-Ladewig-Meyn-Straße vorbeizuschauen. Stange hatte den Ministerpräsidenten beim Spaziergang durch das Rosarium getroffen und ihm von dem spannenden Hallenbau-Projekt berichtet, das in reiner ehrenamtlicher Arbeit verwirklicht werden konnte.

shz.de von
07. Februar 2013, 19:54 Uhr

Gestern löste Albig sein Versprechen ein. Von Thomas Stange, Stefan Preck und weiteren aktiven DRK-Mitgliedern ließ sich der Ministerpräsident die 15-monatige Bauphase erläutern. Albig weiß: Ohne das Ehrenamt wäre es um Schleswig-Holstein schlecht bestellt. So lobte er den Mut und die Entschlossenheit des Uetersener Roten Kreuzes, ein solches Projekt angegangen zu sein und verwirklicht zu haben. Ebenfalls würdigte Albig die freiwillige Rund-um-die-Uhr-Einsatzbereitschaft der Sanitäter. „Sie können stolz auf das sein, was sie leisten“, sagte der Ministerpräsident. Er sei ein Freund des Ehrenamtes.

Dass Kameradschaft erleben ein sehr schönes Gefühl sei, müsse man gerade den jungen Menschen vermitteln. Es sei nichts Altmodisches. Das Gruppenerlebnis sei ein großartiges Gefühl. Albig sagte das vor dem Hintergrund, dass ehrenamtlich Tätigen der Nachwuchs ausgeht. Und das im ganzen Land. Auch das Uetersener DRK kann dieses „Lied“ singen. Das DRK werde regelmäßig angefordert, doch die Arbeit laste auf nur noch wenigen Schultern, so Stefan Preck.

26000 Euro hat die neue Fahrzeughalle gekostet. Viel Kreativität war erforderlich, um dieses Geld aufzubringen. So gab es die Partnerschaft mit Uhren-Bentien. Altschmuck wurde an der Marktstraße entgegengenommen und der Gegenwert an das DRK weitergereicht. 7000 Euro kamen alleine dadurch zusammen.

Das Neubauprojekt für die Fahrzeughalle ist aus der Not heraus geboren worden. Die Uetersener DRK-Bereitschaft sollte ein neues Fahrzeug erhalten. Dieses war höher und länger als die bisherigen Autos. Der abgebende Kreisverband wollte den Krankentransportwagen aber nur zur Verfügung stellen, wenn dieser sicher untergebracht werden konnte. Den Hallenneubau einfach in Auftrag zu geben, stand für den 240 Mitglieder zählenden Ortsverein nicht zur Debatte. Das hätte gar nicht finanziert werden können. Zum Glück gibt es in den Reihen der Uetersener jedoch genug Fachleute, die anpacken und ein solches Projekt verwirklichen können.

Albig lobte: „Machen Sie weiter so!“ Das Ehrenamt verdiene Anerkennung. Im Übrigen auch bei Arbeitgebern, die erkennen sollten, dass Ehrenamtler die motivierteren Mitarbeiter seien. „Die bleiben auch mal eine Stunde länger, wenn es drauf ankommt...“ Dort liege das Problem, so Stefan Preck. Arbeitgeber würden es nicht selten als Belastung ansehen, wenn sie zum Beispiel einen DRK-Aktiven einstellen sollen. Der könnte ja alarmiert werden und wäre dann nicht mehr produktiv tätig – für das Unternehmen.

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