L110-Sanierung : Torneschs Bürgermeister Roland Krügel kämpft weiter

Bei der Sanierung der L 110 handelt es sich um eine Erhaltungsmaßnahme, die der LBV turnusmäßig in Angriff nimmt.

Bei der Sanierung der L 110 handelt es sich um eine Erhaltungsmaßnahme, die der LBV turnusmäßig in Angriff nimmt.

Neue Fakten befeuern Torneschs Wunsch nach Verschiebung der L110-Sanierung.

shz.de von
07. März 2018, 13:18 Uhr

Tornesch | Roland Krügel (CDU) lässt nicht locker. Der Tornescher Bürgermeister kämpft weiter für eine Verschiebung der für diesen Sommer geplanten Sanierung der Landesstraße 110. Neuen Zündstoff liefert nun die Tatsache, dass während der Bauarbeiten auf der Ahrenloher Straße die A23-Anschlussstelle Pinneberg-Nord ebenfalls gesperrt werden soll und es auch in Prisdorf eine Baumaßnahme gibt, die für Probleme sorgen könnte. Am Mittwoch wird es ein weiteres Treffen aller Beteiligten geben.

Bereits in der vergangenen Woche hatte das Thema L110-Sanierung Krügel, Vertreter der großen Tornescher Unternehmen wie Hawesko und Panther, Pinnebergs Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos), eine Vertreterin der Stadt Elmshorn sowie zwei Mitarbeiter des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV) an einen Tisch gebracht. „Dabei sind noch einige Dinge zusätzlich bekannt geworden“, berichtete Krügel am Montagabend während der Sitzung des Bauausschusses. So plane die Stadt Pinneberg zeitgleich mit der Baumaßnahme in Tornesch, die Westumgehung in das bestehende Straßennetz einzubinden. Dafür müsse laut Krügel die Anschlussstelle Pinneberg-Nord gesperrt werden. Sprich: Zusätzlich zu dem Verkehr aus Tornesch und Umgebung müssen dann weitere Verkehrsteilnehmer über die Anschlussstelle Pinneberg-Mitte ausweichen.

Westumgehung wird an L107 angeschlossen

Doch damit nicht genug. Auch der Anschluss zwischen Westumgehung und L107 in Prisdorf soll in den Sommermonaten hergestellt werden. „Ohne Probleme kommen wir also auch nicht durch Prisdorf“, betonte der Tornescher Bürgermeister. Hinzu kommen die Bauarbeiten an der Eisenbahnüberführung der Deutschen Bahn in der Straße  Hudenbarg in Prisdorf. Bis Juni 2019 wird das Bauwerk komplett saniert.  Da die Zufahrt über den Hudenbarg jedoch sehr schmal ist und die Straße zudem für Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr und die Besucher des Kindergartens frei gehalten werden muss, kann immer nur ein Lastwagen auf dem Gelände fahren. „Und die Parkspur für die Sattelzüge ist die  L107“, sagte Krügel. Ein Umstand der auch Prisdorfs Bürgermeister Rolf Schwartz umtreibt. „Wie soll dort überhaupt noch Verkehr stattfinden?“, so Schwartz auf Nachfrage unserer Zeitung. Denn den Takt gebe die Baustelle und der dafür benötigte Anlieferverkehr vor, betonte Schwartz.

Genügend Argumente, die für eine Verschiebung der L110-Sanierung sprechen, hat der Tornescher Verwaltungschef also. Doch ob das auch der LBV so sieht? Am Montagabend gab sich Krügel mit Blick auf den heutigen Termin zuversichtlich: „Wir sehen uns Mittwoch nochmal, in der Hoffnung dass es klappt.“

Der LBV will die Ahrenloher Straße ab dem 9. Juli vom Tornescher Ortszentrum bis zur Brücke über die A23 komplett erneuen. Denn von der L107 bis zur A23 weise die Strecke laut LBV ein erhebliches Schadensbild auf. Dieses reiche von tiefgreifenden Spurrinnen über Schlaglöcher bis zu Netz- und Längsrissbildungen in den Fahrbahnrändern. Die Arbeiten sollen in vier Bauabschnitte unterteilt werden, die Landesstraße müsste während der dreimonatigen Bauzeit für den Durchgangsverkehr gesperrt werden.

An der grundsätzlichen Notwendigkeit der Sanierung zweifelt Krügel nicht, wie er auch am Montag betonte. „Allerdings halten wir den Zeitpunkt für äußerst unglücklich“, sagte der Bürgermeister. Das hatte er bereits gemeinsam mit der Pinneberger Bürgermeisterin Urte Steinberg im Februar deutlich gemacht.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen