zur Navigation springen

Entscheidung gefallen : Tornesch wählt am 6.Mai 2018

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die CDU kann sich mit ihrer Forderung nach einem möglichst frühen Termin nicht durchsetzen.

von
erstellt am 05.Mai.2017 | 16:10 Uhr

Tornesch | Viel wurde diskutiert über den Termin für die Bürgermeisterwahl in Tornesch. Möglichst früh, am besten noch in diesem Jahr, sollte laut CDU über das Stadtoberhaupt abgestimmt werden. Für einen Urnengang am Tag der Kommunalwahl plädierten SPD und Amtsinhaber Roland Krügel (CDU). Letztgenannte haben sich nun durchgesetzt: Gewählt wird am Sonntag, 6. Mai 2018. Das hat der Gemeindewahlausschuss am Mittwochabend beschlossen.

CDU-Vertreterin Maren Cordts machte während der Sitzung erneut die Position ihrer Partei deutlich. „Man sollte bedenken, dass es um die Bewerber geht“, sagte Cordts und verwies darauf, dass der Wahlsieger Zeit benötige, um sich auf das Amt vorzubereiten. Zudem könne es Probleme mit Kündigungsfristen geben, insbesondere für Kandidaten, die seit Jahren in ihren Unternehmen beschäftigt sind. „Die Fristen betragen teilweise bis zu einem halben Jahr“, so die Christdemokratin, die deswegen für einen möglichst frühen Wahltermin warb. Ihr Vorschlag: 5. oder 12. November 2017.

Dem schlossen sich die übrigen Ausschussmitglieder nicht an. „Ich halte es nicht für notwendig, eine so lange Übergabephase zu haben“, sagte Krügel. Der Amtsinhaber blickte anschließend zurück: Er sei im November 1985 gewählt worden und am 1. Februar 1986 habe er sein Amt angetreten. „Uwe Mettjes hat mir eine Übergabezeit von einer Stunde gegeben, ich habe ein leeres Büro übernommen“, berichtete Krügel. Geschadet habe ihm das nicht. Im Übrigen könne er die Begründung der CDU nicht nachvollziehen, denn es gebe die Möglichkeit, mit dem Arbeitgeber einen Auflösungsvertrag zu schließen. „Ich habe noch keinen gesehen, der das nicht macht“, so Krügel.

SPD-Vertreter Manfred Mörker sagte, ihm gehe es um eine möglichst hohe Wahlbeteiligung − und nicht um die Bewerber. „Ich gehe davon aus, dass jemand, der sich um das Amt des Bürgermeisters bewirbt, auch die dementsprechende Qualifikation mitbringt“, sagte der Sozialdemokrat. Dass ein Kandidat nach seiner Wahl noch einen Lehrgang in Sachen Verwaltung machen müsse, sei utopisch, so Mörker.

Die Verwaltung hatte im Vorwege der Sitzung außer einer mutmaßlich höheren Wahlbeteiligung auch Synergieeffekte als Argument für eine gemeinsame Abstimmung ins Feld geführt. So ließen sich mit nur einem Wahltag knapp 7500 Euro sparen. Alleine die Portokosten für die gesonderte Versendung der Wahlbenachrichtigungen würden 3300 Euro betragen. Hinzu kämen Druckkosten in Höhe von 1550 Euro. Nicht ausgewiesen sei zudem die Arbeitszeit der Verwaltungsmitarbeiter, insbesondere im Wahlamt. „Die für die Vorbereitung und Durchführung einer einzelnen Wahl zu veranschlagende Arbeitszeit wird auf zirka 250 Stunden geschätzt“, heißt es in der Beschlussvorlage. Das Abstimmungsergebnis war schließlich eindeutig. Bis auf Cordts votierte niemand gegen den 6. Mai 2018. Als Termin für eine mögliche Stichwahl wurde der 20. Mai 2018 bestimmt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen