Gespräch : Tornesch ist auf der Rechnung

Bürgermeister Roland Krügel hatte angekündigt, Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer nach Tornesch zu holen, um mit ihm über die Bedeutung der Region als Wirtschaftsstandort und die Notwendigkeit einer optimalen Verkehrsanbindung zu sprechen.

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03. April 2013, 21:28 Uhr

Gestern war Minister Meyer im Kreis Pinneberg unterwegs und nahm die Einladung nach Tornesch wahr. Er traf jedoch nicht nur mit Bürgermeister Roland Krügel zusammen, sondern auch mit Vertretern der in Tornesch ansässigen Groß-Unternehmen Panther Packaging, Medac und Internationale Wein-Logistik. „Ich freue mich über Bürgermeister, die so wie Herr Krügel ganz nahe dran sind an den Problemen und Wünschen ihrer Unternehmen vor Ort“, lobte Reinhard Meyer (SPD) das Engagement des christdemokratischen Bürgermeisters. Und er machte deutlich, dass für die Landesregierung die Metropolregion Hamburg als Wirtschaftsstandort in Schleswig-Holstein von großer Bedeutung ist und auch die Probleme in der Verkehrsinfrastruktur erkannt werden. „Wir haben die Region und natürlich auch Tornesch auf der Rechnung“, sagte Minister Meyer in Anspielung auf den mehrfach von Bürgermeister Roland Krügel in der Vergangenheit geäußerten Vorwurf im Zusammenhang mit der Nichtbeachtung des Tornescher Bahnhofes bei den RE-Halten.

„Wir wissen, dass die Unternehmen der Region auf eine funktionierende Logistik und gute Verkehrsanbindungen angewiesen sind und erkennen die Verkehrsproblematik, die über Jahre mit dem Ausbau der A7 verbunden sein wird. Wir müssen deshalb gemeinsam mit Hamburg nach einer Lösung für den Kreis Pinneberg suchen und die A20 voranbringen“, so Reinhard Meyer. Seiner Ansicht nach kommt die westliche Elbquerung fünf bis acht Jahre zu spät.

Was die Zuganbindung des Tornescher Bahnhofs betrifft, so nahm der Minister eindeutig Stellung: „Als Verkehrsminister bin ich nicht zufrieden mit dem, was ab 2014 im Bereich Pinneberg/Elmshorn geplant ist. Weniger RE-Halte in Pinneberg geht aus meiner Sicht nicht. Auch die Anbindung von Tornesch ist nicht zufriedenstellend. Wir brauchen eine Lösung, die in Tornesch und Pinneberg akzeptiert wird.“ Der Minister will die Landesweite Verkehrsservicegesellschaft zum „Nachdenken über Lösungen“ bewegen.

Auch eine notwendige Verbesserung des Buslinienverkehrs im Gewerbegebiet Oha stand auf der Gesprächsagenda mit dem Minister, ebenso wie die wettbewerbsnachteilige Energiekostenentwicklung für energieintensive Unternehmen wie die Altonaer Wellpappenfabrik.

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