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Roland Krügel alter und neuer Bürgermeister : Tornesch im Jahr 2011 / Teil I

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Das Jahr eines erst nach langen Debatten verabschiedeten „Sparhaushaltes“, der Bürgermeisterwahl, der Bildung eines gemeinsamen Fusionsausschusses mit Uetersen, der Diskussion über erste Planungen des FCU Tornesch zur Gestaltung eines neuen Sportplatzes am Großen Moorweg, der Fertigstellung eines Sportplatzes für die Johannes-Schwennesen-Schule und der Verabschiedung von ersten Bebauungsplänen für das Vorhaben „Tornesch am See“ sowie für Firmenerweiterungen von Hawesko und Hellermann geht zu Ende.

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erstellt am 30.Dez.2011 | 21:28 Uhr

Roland Krügel wurde am 6. November erneut zum Bürgermeister gewählt, der „Sparhaushalt“ ist mit seinen doch höher als erwartet ausgefallenen Gewerbesteuereinnahmen überstanden und in den Bürgerfragestunden der öffentlichen Ausschuss-Sitzungen wurde Demokratie und Bürgerinteresse gelebt. Denn gleich zu Beginn des Jahres wehrten sich Bürger des Esinger Moores gegen Behördenwillkür des Kreises bezüglich der sogenannten Schwarzbauten. Der Hauptausschuss verabschiedete im März eine Resolution, in der an den Landrat des Kreises appelliert wurde, sein Ermessen im Interesse der betroffenen Bürger im Esinger Moor wohlwollend auszuüben und sozialverträgliche Lösungen zu suchen.

Auch am Lindenweg hat sich eine Interessengemeinschaft gebildet, die gemeinsam mit der Interessengemeinschaft Südtangente ein Generalverkehrsgutachten fordert und Zweifel an der Richtigkeit von Verkehrsmessungen im Lindenweg deutlich machte.

Kurz vor dem Jahresende traten Eltern von Kindern aus der DRK-Kindertagesstätte Friedlandstraße auf den Plan. Sie brachten ihre Enttäuschung über den Mehrheitsbeschluss (CDU/Grüne) zum Ausdruck, den beschlossenen Neubau des Kindergartens nicht wie bereits diskutiert und in einer ersten Planung vorgestellt neben dem Schulsportplatz am Schützenheim zu errichten, sondern auf dem bisherigen Gelände an der Friedlandstraße, was die Unterbringung der Kinder während der Bauphase in Containern bedeutet. Die Eltern und der Kreiselternbeirat haben alle Beteiligten nun im Januar 2012 zu einem Runden Tisch eingeladen.

SPD und FDP plädieren für einen Kindergarten in Nähe der Johannes-Schwennesen-Schule, um den Schulstandort dort zu stärken und dem Tennisverein die Möglichkeit zu geben, neben seinen Tennisplätzen an der Friedlandstraße eine Tennishalle bauen zu können. Die Verlegung des FCU-Sportplatzes Friedlandstraße an den Großen Moorweg ist in der konkreten Planungsphase. Das Planungs-Team des FCU, der als Bauherr auftreten will, hat auf der Basis des Tornescher Sportentwicklungskonzeptes Ideen zur Gestaltung und Bewirtschaftung des neues Sportplatzes entwickelt. Die Finanzierung muss über den Verkauf des bisherigen FCU-Sportplatzgeländes Friedlandstraße erfolgen. Eine erste Planung, wie das Gelände mit Wohneinheiten bebaut werden könnte, wurde den Politikern vorgestellt.

Mit einem Sponsorenlauf und einem Fest haben die Kinder und Lehrer der Johannes-Schwennesen-Schule die Einweihung ihrer eigenen kleinen Sportanlage gefeiert. Noch nicht eingeweiht und endgültig fertig, aber zum Pkw-Parken freigegeben, ist der Park & Ride-Platz an der Hamburger Straße.

Bevor die langjährig aktive FDP-Politikerin Ursula Eßler sich aus der ersten Reihe, unter anderem als Vorsitzende des Hauptausschusses, verabschiedete, sorgte sie mit dafür, dass nun auch der Hauptausschuss ein öffentlich tagender Ausschuss wurde. Er ist unter anderem zuständig für das Thema Fusion mit Uetersen und hatte auf Initiative der Grünen einen „Fusionsfahrplan“ verabschiedet, nachdem Bürgermeister Roland Krügel ehrgeizige „Fusionsziele“ vorgelegt hatte. Der gemeinsame Arbeitskreis mit Uetersen zum Thema Fusion beabsichtigt, ein Fusions-Gutachten in Auftrag zu geben.

Mit dem 1. August 2011 nahm der Zweckverband der VHS Tornesch-Uetersen seine und damit die gemeinsame Volkshochschule Tornesch-Uetersen ihre Arbeit auf. Gleichzeitig trat die langjährige VHS-Leiterin Birgit Gosau die passive Phase der Altersteilzeit an und übergab den Staffelstab an Inga Pleines. Zehn Jahre leitete Birgit Gosau die Volkshochschule Tornesch, machte aus ihr eine in der Region geschätzte und mit Zertifikaten ausgezeichnete Einrichtung der Bildung und Weiterbildung und bereitete den Weg zur gemeinsamen Volkshochschule Tornesch-Uetersen vor. Auch in der Gleichstellungsarbeit, für die Birgit Gosau in Tornesch 16 Jahre erfolgreich tätig war, trat Inga Pleines die Nachfolge an.

Zahlreiche Weggefährten in der VHS- und Gleichstellungsarbeit würdigten in einer Abschiedsveranstaltung die von Birgit Gosau geleistete Arbeit und hießen Inga Pleines in ihren neuen Funktionen willkommen.

Gleich zu Beginn des Jahres 2011 wurde Gemeindewehrführer Karl-Heinz Kruse verabschiedet. Altersgemäß trat er in den „Feuerwehrmann-Ruhestand“. Seit 1964 war er aktiver Feuerwehrmann in Ahrenlohe mit verschiedenen Funktionen, seit 1999 stand er der Gemeindewehr vor.

Sein Nachfolger, der Ahrenloher Ortswehrführer Dirk Lolies, war bereits vor der Verabschiedung gewählt worden. Als letze Amtshandlungen nahm Karl-Heinz Kruse einen 170000 Euro teuren Gerätewagen für seine Gemeindewehr entgegen. Dirk Lolies als Gemeindewehrführer und Karl-Heinz Kruse als Ehrengemeindewehrführer begleiteten das Pfingstzeltlager der Jugendfeuerwehren des Kreises, das aus Anlass des zehnjährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr Tornesch mit mehr als 30 Jugendfeuerwehren und über 1000 Teilnehmern auf dem Gelände rund um die Klaus-Groth-Schule am Pfingstwochenende ausgetragen wurde. Logistisch und organisatorisch hatten die Tornescher Jugendwehr und die zahlreichen Helfer aus den beiden Ortswehren eine Meisterleistung vollbracht.

Ein Jubiläum beging auch der multikulturelle Verein Tornescher Allerlei, und zwar sein 20-jähriges Bestehen. Zwar war das ToAll-Geburtstagsfest, zu dem viele Wegbegleiter gekommen waren, verregnet, aber die Stimmung war dort genauso toll wie bei den acht hochkarätigen Kultur-Veranstaltungen, die ToAll 2011 im POMM 91 organisiert hatte.

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