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Grünkohl mit Politik : Tornesch für von Abercron wichtig

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Besseres Wetter für ein Grünkohlessen hätten sich die Christdemokraten gar nicht bestellen können: Bei knackiger Kälte und strahlend blauem Himmel kamen 30 Parteifreunde und Interessierte im Hotel Kröger’s Gasthof zusammen. Bevor sie sich dem Wintergemüse mit den deftigen Beilagen und Gesprächen über die große und kleine Politik widmeten, erhielten sie noch interessante Diskussionsgrundlagen. Denn der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Manfred Irgens begrüßte als Gast auch den CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Michael von Abercron, der über aktuelle Landtagsthemen berichtete.

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erstellt am 06.Feb.2012 | 20:54 Uhr

So informierte er über das neue liberalisierte Glücksspielgesetz, mit dem Schleswig-Holstein wesentlich weiter geht, als es die übrigen Bundesländer in einem Staatsvertrag beabsichtigen. Am staatlichen Lotto-Monopol hält das Land zwar fest, der Vertrieb soll aber für die privaten Anbieter geöffnet werden. Noch in der Entscheidungsphase sei die neue Amtsordnung. So soll der Gesetzgeber entscheiden, ob er künftig eine Direktwahl des Amtsausschusses vorschreibt oder ob er die Aufgabenübertragung auf die Ämter begrenzt. Auch die Kommunalisierung der Regionalplanung, bei der Kommunen mehr Mitspracherecht erhalten, eine Neuregelung für die Erhebung von Straßenausbaubeiträgen sowie Problematiken bei der Massentierhaltung und die Frage, ob Zuchtpferde weiter den traditionellen Schenkelbrand erhalten oder mit einem Chip ausgestattet werden sollen, gehören zu den aktuellen Themen im Landtag. Dr. von Abercron ging auch auf die Problematik um die Tornescher Zuganbindung ein und betonte, dass auch er hartnäckig um RE-Halte am Tornescher Bahnhof ringen werde. „Wir werden politisch mehr Druck machen“, versprach er.

Bezugnehmend auf die Landtagswahl am 6. Mai betonte der erneute Landtagskandidat für den Wahlkreis 22, zu dem auch Tornesch gehört, dass Tornesch eine besondere Rolle in seinem Wahlkampf spielen werde. Er versprach die „eine und andere Überraschung“ und dankte für die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Tornescher CDU-Stadtverband. „Wir hatten stets einen guten Austausch und haben gemeinsam eine Menge erreicht. Ich freue mich auf einen spannenden Wahlkampf. Wir werden diesmal noch besser sein“, betonte von Abercron.

Meinungen / Wünsche / CDU-Politik Bürgermeister Roland Krügel gab im Rahmen der CDU-Veranstaltung „Grünkohl mit Politik“ dem CDU-Landtagsabgeordneten Michael von Abercron mit auf den Weg, dass Tornesch-Uetersen, wenn schon nicht die Einstufung als Mittelzentrum, so wenigstens die Einstufung als Unterzentrum mit Testfunktion eines Mittelzentrums für eine weitere sinnvolle Entwicklung benötige. Und er machte bezüglich des „Rettungsschirmes“ deutlich, dass es „weh tue“, wenn Kommunen wie Tornesch für verschuldete Kommunen in die Bresche springen müssten. Auf neue Regelungen zur Straßenausbausatzung eingehend verwies der Verwaltungschef auf „Gerechtigkeitsprobleme“. Er gehe davon aus, dass Tornesch, sollte es zu den neuen Regelungen kommen, die die Belastung auf einen größeren Kreis und einen größeren Zeitraum verteilen, nicht beteiligen werde.

Auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Christopher Radon nutzte die Gelegenheit und informierte die CDU-Mitglieder und Gäste über Themen, mit denen sich die Fraktion beschäftigt. So verwies er darauf, dass die Entscheidung für den DRK-Kita-Standort an der Friedlandstraße nichts mit der Tennishalle zu tun habe, sondern die fußläufige Erreichbarkeit im Mittelpunkt stehe. „Wir nehmen die Sorgen der Eltern ernst und hoffen, dass im Ergebnis des Workshops eine für alle Seiten gute Lösung erreicht wird“, so Radon. Deutlich machte er, dass die CDU einen Verkehrsentwicklungsplan zum jetzigen Zeitpunkt für falsch halte, sich aber nicht verweigern und konstruktiv mitarbeiten werde. „Wichtig ist, dass überregional gedacht und das Umland eingebunden wird.“

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