Wichtige Verkehrsader wird gesperrt : Tornesch droht das Stau-Chaos

Landesstraße 110 wird komplett saniert. Drei Monate Vollsperrung ab Juli.

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05. Februar 2018, 16:05 Uhr

Sie ist eine der wichtigsten Verkehrsadern in der Region: Die Landesstraße 110 verbindet das Tornescher Ortszentrum mit der Autobahn 23. Doch die Strecke ist an vielen Stellen marode, muss dringend saniert werden. Und das soll in diesem Jahr geschehen. Für voraussichtlich drei Monate wird die L 110 deswegen komplett gesperrt. Die Arbeiten sollen im Juli beginnen, ein Verkehrschaos scheint vorprogrammiert.

3,7 Kilometer sind es vom Tunnel unter der Bahnstrecke im Tornescher Zentrum bis zur Brücke über die A 23 in Ahrenlohe. „Die Strecke ist im gesamten Bereich sehr schadhaft“, sagt Kai-Uwe Schacht, Leiter der Niederlassung Itzehoe des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV). Zwölf Zentimeter des Straßenbelags − acht Zentimeter Binderschicht und vier Zentimeter Deckschicht − sollen deswegen ersetzt werden. Die Arbeiten werden laut Schacht in vier Bauabschnitten erfolgen. Die Beeinträchtigungen für die Anwohner sollen so möglichst gering gehalten werden.

Deutlich spürbar dürfte die Sanierung hingegen für die Pendler sein, die täglich aus Tornesch, Uetersen, Heidgraben oder Moorrege über die Ahrenloher Straße die A 23 ansteuern. Denn die L 110 wird während der Bauzeit nicht passierbar sein. Die Autofahrer sollen weiträumig umgeleitet werden, so Schacht. Je nach Fahrtziel über die Anschlussstellen Pinneberg-Mitte oder Elmshorn. Festgezurrt ist die genaue Streckenführung allerdings noch nicht. Anfang März soll es laut Schacht eine finale Besprechung zur Verkehrsführung geben.

Derzeit läuft die letzte Phase der Bauvorbereitung. Geplant ist bislang, am 9. Juli mit der Sanierung der Landesstraße zu beginnen. Damit würden die ersten Wochen innerhalb der schleswig-holsteinischen Sommerferien liegen. Diese enden jedoch Mitte August, die Fertigstellung der Ahrenloher Straße ist laut Schacht für Anfang Oktober vorgesehen.

Bei der Sanierung der L 110 handelt es sich um eine Erhaltungsmaßnahme, die der LBV turnusmäßig in Angriff nimmt. Auch der Radweg wird im Zuge der Arbeiten erneuert − jedenfalls dort, wo er schadhaft ist, so Schacht. Was die komplette Maßnahme kostet, ist bislang nicht bekannt. Doch zumindest in diesem Punkt kann die Stadt Tornesch gelassen bleiben, denn für die Finanzierung ist das Land Schleswig-Holstein zuständig.

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