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Bebauungsplangebiet 73 : Tornesch Am See auf dem Weg

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Auf dem ehemaligen Baumschulgelände nördlich des Lindenweges sind die Bagger des Straßen- und Tiefbauunternehmens Uhl aktiv: Es wird mit der Erschließung des Bebauungsplangebietes 73 begonnen. Der Bereich gehört zum geplanten Wohngebiet Tornesch Am See, das sich nördlich des Lindenweges, östlich entlang des Baumschulenwegs bis hin zum Kreisverkehrsplatz K22 auf einer Fläche von 37 Hektar erstrecken wird und in dem in den nächsten zehn Jahren etwa 800 Wohneinheiten entstehen sollen.

Bei strahlendem Sonnenschein und mit strahlendem Gesicht begrüßte Bürgermeister Roland Krügel Vertreter von Politik, Verwaltung, Planer, Auftragnehmer und Auftraggeber für die Erschließungsarbeiten, Vertreter des Wohnbauunternehmens Semmelhaack, das in dem B-Plan 73-Quartier 260 Wohnungen überwiegend im Geschosswohnungsbau errichten wird, und die ehemaligen Eigentümer des Geländes, die Baumschuler Heimke und Walter Thies. „Ich danke allen, die dazu beigetragen haben, dass wir heute hier stehen und den Startschuss für ein städtebauliches Entwicklungsvorhaben geben, das es in dieser Größenordnung in Tornesch noch nicht gegeben hat und das auch im Hamburger Westen bislang einmalig ist. Wir starten mit unserem ersten Quartier für Tornesch Am See“, so Bürgermeister Roland Krügel voller Begeisterung. Er brachte in Erinnerung, dass die ersten Gespräche mit der Familie Thies, die auf dem Gelände nördlich des Lindenweges eine Baumschule betrieb, vor fast 20 Jahren geführt wurden, um sowohl der Baumschule als auch der Stadt zukunftsfähige Entwicklungsmöglichkeiten offen zu halten. Die Baumschule hat ihr Unternehmen an den Prisdorfer Weg verlagert und die Stadt vor vier Jahren mit einem städtebaulichen Ideenwettbewerb, aus dem der Entwurf „Grüne Finger“ des Dresdner Büros Schellenberg und Bäumler hervorging, erste Schritte in Richtung eines neuen Wohngebietes unternommen. „Der Entwurf kann nicht 1 zu 1 übernommen werden, aber wir orientieren uns sehr an dem Wettbewerbsergebnis“, betonte Krügel. Schwerpunkt des Entwurfs ist die Einbindung der bestehenden Grünstruktur. Das Gebiet Tornesch Am See ist in sieben Bebauungspläne unterteilt. Nach der Erschließung des B-Plangebietes 73 werden das Gebiet 65 für Einzelhausbebauung und das Gebiet 72, auf dem eine Wohnanlage für Senioren und Menschen mit Assistenzbedarf entstehen soll, folgen. Die anderen Quartiere, deren B-Pläne sich in verschiedenen Stadien des Aufstellungsverfahrens befinden, sollen zeitnah bedarfs- und nachfrageorientiert geplant werden, so Krügel.

Auftraggeber für die Erschließungsarbeiten im B-Planbereich 73 sind die Stadt, der Abwasserbetrieb und die Stadtwerke. Die Baukosten liegen bei etwa 930000 Euro. Die Planung und Bauleitung für die Erschließung hat das Büro Dänekamp und Partner übernommen. Auch Nachbarn der künftigen Mehrfamilien- und Reihenhäuser nördlich des Lindenweges und entlang des Kleinen Moorweges hatten sich zum ersten Spatenstich für die Erschließungsarbeiten eingefunden. Nicht alle freuten sich: Lindenweganwohner rechnen mit einer noch größeren Verkehrsbelastung ihrer Straße.

Die Tornescher Grünen-Politiker wohnten dem Beginn der Erschließungsarbeiten nicht bei. Sie hatten eine erneute Auslegung des B-Planes 73 aufgrund von Änderungen gefordert, standen mit ihrer Haltung aber alleine.

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erstellt am 16.Aug.2012 | 20:35 Uhr

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