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Bauausschuss : Tornesch am See: Appell aus Uetersen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Mitglieder des Ausschusses für Bau-, Umwelt- und Verkehrswesen hatten eine „dicke“ Tagesordnung zu behandeln. Gespickt war diese mit Bauanträgen Uetersener Bürger und Bauvorhaben in der Nachbarschaft. Bereits vor Einstieg in die Beratungen wurde das Bauvorhaben am J.H. Fehrsweg/Klaus-Groth-Straße thematisiert. Und zwar von Karl-Heinz Schlüter, einem Anwohner des Fehrsweges, der kritisierte, dass die Tiefgaragenzufahrten für die beabsichtigten drei neuen Baukörper über den Fehrsweg angebunden werden sollen. Die Straße sei viel zu schmal, verkrafte daher keinen weiteren Verkehr. Außerdem sei der Fehrsweg ein Schulweg und werde morgens und mittags von hunderten jungen Radlern befahren. Schlüter plädierte für eine Anbindung über die gut ausgebaute Klaus-Groth-Straße. Im weiteren Verfahren solle diese Anregung im Abwägungsprozess behandelt werden, so das Versprechen von Politik und Verwaltung.

Seitens der Politik gab es eine Nachfrage zum Thema Revitalisierung des „Karpfenteichs“ in Langes Tannen. Mit diesem Teich befassen sich die Politiker schon eine geraume Zeit lang. Das Problem: Das Gewässer ist mehr oder weniger tot. Ausschließlich Mikroorganismen tummeln sich in ihm und produzieren weitere Faulgase. Genau diesen Gasen soll begegnet werden. So wurde schon im vergangenen Jahr angeregt, den Teich freizuschneiden. Die vielen Wildaussaaten am Uferrand haben die Verschattung des Teichs erhöht. Dadurch haben sich Faulschlämme gebildet, die dem Gewässer ganz offensichtlich geschadet haben. Dieter Schipler von der SPD-Fraktion erinnerte an die Möglichkeit, mithilfe von Schlammsaugern tätig werden zu können. Dieses, so wurde von der Verwaltung erklärt, sei jedoch politisch noch nicht beschlossen.

Man war sich einig, in diesem Jahr mit dem Freischneiden zu beginnen. Anschließend soll beobachtet werden, inwieweit es dem Teich gelingt, sich selbst zu revitalisieren. Im Bericht der Bürgermeisterin erklärte Andrea Hansen, dass Uetersen sich in diesem Jahr an der landesweiten Aktion „Sauberes Schleswig Holstein“ beteiligen werde. Das Großreinemachen findet am 29. März statt. Näheres dazu berichten wir später. Thema war ferner die Kassbeerentwiete. CDU und Grüne hatten sich dabei mit dem Ziel zusammengefunden, die alte Trasse für den Durchgangsverkehr weiterhin geöffnet zu halten. Derzeit ist eine Verschwenkung durch das neue Wohngebiet vorgesehen. Die Grünen hatten sich nach einer Anhörung im Rathaus bereits von ihren Plänen verabschiedet (wir berichteten). Torben Langhinrichs von der CDU-Fraktion erläuterte, wie sich die Christdemokraten nun verhalten wollen. Der Antrag sei nicht mehr mehrheitsfähig. Weiterhin sei die CDU jedoch sehr unzufrieden mit dem jetzigen Zustand. Man sei bestrebt, eine alle Seiten zufriedenstellende Lösung zu finden. Langhinrichs kündigte an, mit den Landwirten und den Anwohnern im Dialog zu bleiben und die Situation zu beobachten. Die SPD-Fraktion bemängelte, dass nicht alle Fraktionen von dem Abstimmungsgespräch mit dem Kreis gewusst hätten.

Nichtzuletzt befasste sich die Politik einmal mehr mit dem Tornescher Bauvorhaben „Tornesch am See“. Der Ausschuss äußerte hinsichtlich der Verkehrsentwicklung „erhebliche Bedenken“. Die Belange der Stadt seien in diesem Punkt berührt. Tornesch solle sich im Rahmen der vielen Bauleitpläne um das Gebiet ernsthaft mit den Auswirkungen des zunehmenden Verkehrs auseinander setzen. Die Sorge vor möglichen Dauerstaus wurden von allen Fraktionen geteilt.

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erstellt am 03.Feb.2014 | 21:39 Uhr

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