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Dat Plattpaket : Top-Unterhaltung mit Humor und Blues

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Wir spielen besonders gern da, wo die Menschen selbst Platt sprechen“, sagt Jochen Wiegandt. Und das war zu spüren. Zusammen mit Gerd Spiekermann, Lars Luis Linek und Wolfgang Timpe sorgte er als „Dat Plattpaket“ für beste Unterhaltung im „Haseldorfer Hof“. Der Auftritt der vier Meister der Hamburger Plattdeutschszene war die Abschlussveranstaltung der Feierlichkeiten zur 825-Jahr-Feier der Gemeinde Haseldorf und zweifellos einer ihrer Höhepunkte.

Der Funke sprang sofort über. Schon beim dritten Lied sagen die Gäste vergnügt mit. Knapp 200 Plattdeutsch-Fans waren der gemeinsamen Einladung von Kulturverein Haseldorfer Marsch und Sozialverband Haseldorf-Hetlingen in den Festsaal der Haseldorfer Gaststätte gefolgt, um das Programm „Nu packt wi ut“ mitzuerleben.

Mit dem mitreißenden Stück „Moin, Moin“ stellten sich die Künstler dem Publikum auf kurzweilige Weise vor. Im Stil der legendären Hamburger Volkssänger trat Jochen Wiegandt auf. Er brachte Bekanntes und weniger Bekanntes wie „Barmbeker Brieten“ und „Golden Slippers“ zu Gehör.

Für viele Gäste gab es ein willkommenes Wiedersehen mit Timpe und Luis: Vor fünf Jahren gaben die beiden hier ihr erstes gemeinsames Konzert. Sie sangen von Meer und Waterkant. Highlights des ohnehin unterhaltsamen Abends waren die Auftritte von Entertainer Spiekermann. Der vierfache Vater vertellte „op Platt“ aus seinem Familienleben. „Wie das Leben in seiner Jugend so war“, wollte der Nachwuchs von ihm wissen. Dazu fiel dem NDR-Moderator einiges ein... Spiekermann sprach über Marken, Fernsehserien, strenge Lehrer und den elterlichen Befehl „opeeten“. Sein Unschuldsblick und die eine oder andere geschickt gesetzte Pause reichten - und das Publikum kugelte sich vor Lachen. Krönender Abschluss war das Lied „Dat löpt sik allns veer torecht“. Bürgermeister Uwe Schölermann und Sozialverbandsvorsitzende Monika Sierk hatten die Gäste zuvor begrüßt. In ihrer Rede ließ die Mitorganisatorin, das Haseldorf ihrer Kindheit aufleben. „Op Platt“ erinnerte sie an Kinderspiele und gemeinsame Veranstaltungen wie das beliebte Kindergrün.

Die Pause nutzten die Besucher, um bei einem Glas Sekt oder Bier miteinander zu schnacken und um die Bücher und CDs der Künstler zu erstehen.

Am Ende gab es tosenden Applaus und Rosen und Wein für „Dat Plattpaket“. „Aufgrund der großen Resonanz wollen wir versuchen im kommenden Jahr einen weiteren plattdeutschen Abend zu organisieren“, versprach Thomas Herion, Vorsitzender des Kulturvereins, insbesondere denjenigen, die gern gekommen wären, aber keine Eintrittskarte mehr bekommen hatten.

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erstellt am 01.Nov.2015 | 20:02 Uhr

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