Fußball : Top-Drei außer Reichweite

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Kurz nach dem Anpfiff und im Anschluss an den Abpfiff des Landesliga-Spiels beim SC Sperber stand Raphael Friederich im Blickpunk. Allerdings beide Male nicht so, wie der Rechtsverteidiger der 1. Herren des TSV Uetersen es sich gewünscht hätte. In der vierten Minute vergab der 22-Jährige die erste von mehreren Großchancen seines Teams, als er freistehend mit einem Flachschuss an SCS-Keeper Sven Lund scheiterte. Und nach dem Schlusspfiff bekam Friederich für eine angebliche Beleidigung die Rote Karte, was der negative Höhepunkt eines aus TSV-Sicht misslungenen Donnerstagabends war.

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01. Mai 2015, 18:39 Uhr

Fakt ist: Durch ihre Niederlage beim Tabellenvorletzten haben die Uetersener nun keine Chance mehr, noch Dritter oder sogar Vizemeister zu werden und auf den Aufstieg in die Oberliga Hamburg zu hoffen, der bei einem Sieg zumindest theoretisch noch möglich gewesen wäre. „Wir wollten gewinnen und hatten ein internes Ziel, das wir nun leider abschreiben müssen“, sagte TSV-Trainer Peter Ehlers deshalb enttäuscht.

Dabei begann die Partie am Alsterdorfer Heubergredder sehr verheißungsvoll für die Gäste. Nach Friederichs vergebener Chance jagte zwar auch Till Mosler den Ball von halblinks aus über die Latte (7.), aber in der elften Minute gingen die Rosenstädter in Führung: Nach einem Zuspiel von Kirill Shmakov fand Maik Stahnke auf der linken Seite mit seinem Steilpass Marcel Jobmann, dessen flache Hereingabe Philipp Ehlers zum 0:1 einschob. „Das war wirklich stark gespielt“, lobte Uwe Brill, der als früherer Liga-Spieler und -Trainer des TSV unter den Zuschauern weilte.

Nur fünf Minuten später fiel aber der Ausglich: Sperber-Stürmer Nikolas Sideris schrie nach einem Zweikampf mit Shmakov furchtbar laut auf, bekam dafür einen Freistoß zugesprochen und konnte dann sofort wieder laufen. Den Freistoß klärte die Gäste-Abwehr zunächst, gab aber im Anschluss an den folgenden Steilpass der Hamburger kein gutes Bild ab: Phillip Niklas Kuschka kam zu spät und ausgerechnet Sideris überwand Christoph Richter, der im TSV-Tor den Vorzug vor Timo Herrmann erhielt, zum 1:1.

Eine schnelle Uetersener Antwort wäre möglich gewesen, aber nach Shmakovs Hereingabe traf Mosler den Ball nicht richtig (21.). Nach einem Angriff über Stahnke und Mosler zählte ein Jobmann-Tor wegen Abseits nicht (37.), ehe kurz vor der Pause Rico Mendrzik nach einem Freistoß das 2:1 für Sperber gelang (41.).

In der zweiten Hälfte rannten die Gäste an: Jobmann verpasste zweimal freistehend das 2:2 (56., 69.). Kurz vor dem Abpfiff sah Stahnke für einen Schubser die Rote Karte (87.) ‒ wie auf den Tag genau zwei Jahre zuvor, als die Uetersener bei Sperber mit 0:2 verloren, war es ein missratener Abend.

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