Windpark Uetersen : Tietje: „Wir halten dagegen!“

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Die Firma „Planet Energy“ ist dabei, den Uetersener Windpark zu kaufen (wir berichteten). Im Auftrag von „Greenpeace-Energy“. Diese Firma gehört wiederum zum Greenpeace-Konzern. Was bedeutet eine mögliche Übernahme für die Stadtwerke Uetersen? Geschäftsführer Manfred Tietje, der das Engagement von „Planet Energy“ bestätigt hat, wurde auf UeNa-Nachfrage sehr deutlich. Von einer „feindlichen Übernahme“, wie ebenfalls bereits zu hören ist, will er allerdings nichts wissen, obwohl ein konkretes Angebot für eine Zusammenarbeit mit den Stadtwerken bisher nicht vorliege.

shz.de von
22. Juli 2012, 21:01 Uhr

„Ich möchte, dass der Strom, der in diesem Windpark produziert wird, den Bürgern Uetersens und den Verbrauchern der angrenzenden Kommunen zur Verfügung steht. Meine Befürchtung ist nun, dass, wenn ‘Planet Energy’ den Windpark kauft, von dort auch bestimmt wird, was mit dem Strom geschieht. ‘Greenpeace Energy’, in deren Auftrag ‘Planet Energy’ handelt, verkauft den Strom bundesweit. Ein regionaler Bezug ist bisher nicht erkennbar. Sollte sich die bisherige Haltung von Planet Energy, den Windpark im Alleingang zu erwerben und zu betreiben, geändert haben, wäre ich jederzeit für weitere Gespräche bereit.“

Momentan besteht seitens der Stadtwerke Uetersen GmbH die Absicht, zusammen mit Hamburg Energie, den „Hamburger Stadtwerken“, den Kommanditisten ein lukratives Gegenangebot zu unterbreiten.

„Mit diesem kommunalen Energieversorger, der ähnliche Ziele wie die Stadtwerke Uetersen verfolgt, ließe sich mein Plan, den Strom regional zu nutzen, verwirklichen.“ Wie die Stadtwerke verspricht Hamburg Energie, mehr für die Stadt und ihre Bürger zu tun als andere. „Wir stellen nicht nur eine umweltfreundliche Strom- und Gasversorgung sicher, sondern zugleich eine zukunftsweisende, effiziente und nachhaltige Energieversorgung vor Ort“, heißt es in der Firmenbeschreibung. Das ist genau der Ansatz von Manfred Tietje. Denkbar wäre auch eine Kooperation zu dritt; diesen Vorschlag haben die Stadtwerke Uetersen zusammen mit Hamburg Energie den Leuten von Planet Energy vor einer Woche unterbreitet. Eine konkrete Antwort dazu stehe noch aus.

„Wir wollen eine Unabhängigkeit von der Preisentwicklung, wie wir sie in den nächsten Jahren an der Börse erleben werden. Das funktioniert aber nur dann, wenn wir an der Stromerzeugung beteiligt sind“, so Tietje.

Natürlich müssen solche Vorhaben am Ende von der Politik abgesegnet werden. Tietje hofft aber, dass von dort frühzeitig entsprechende Signale kommen. Denn ein Engagement am Uetersener Windpark mache nur Sinn, wenn Uetersen auch weiterhin das Sagen habe. Die Stadtwerke Uetersen gehören zum Kreis der Kommanditisten und haben daher auch Zugang zu allen Gremien. Insgesamt halten sie Anteile in Höhe von 30000 Euro. Bei einer Beteiligung auf Augenhöhe ist ein Engagement in Millionenhöhe erforderlich. Nach UeNa-Informationen wurde daher bereits mit dem Minderheitsgesellschafter gesprochen.

Von Elmshorner Seite wird demnach eine Beteiligung am Windparkgeschäft nicht ausgeschlossen.

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