Fabrik : Tiefe Gitarren: „Emil Bulls“ in Fabrik

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Wohl keine andere deutsche Band aus der Szene des Nu Metal hat eine derart beständige Karriere auf die Beine stellen können, wie die fünf Jungs von den „Emil Bulls“. In München gegründet und durch einen europaweiten Bandcontest maßgeblich motiviert, entwickelte sich das Gespann um Frontmann Christoph von Freydorf immer weiter und der Durchbruch war nur noch eine Frage der Zeit.

shz.de von
10. Oktober 2012, 19:09 Uhr

Charakteristisch für die Band „Emil Bulls“ waren von Anfang an die ungewöhnlich tiefen Gitarren und der rohe Sound. Elektronische „Spielereien“, wie die Jungs selbst scherzhaft sagen, zählen dabei genau so zu der Soundwand, die man auf Live-Konzerten oder auch auf CD von den Münchenern erwarten kann.

Erst Ende letzten Jahres brachten „Emil Bulls“ ein neues Studioalbum heraus. Schlechte Kritiken und Missgunst von Musikjournalisten scheuten sie keineswegs und konzentrierten sich beim Songwriting explizit darauf, die Songs so zu gestalten, wie sie ihnen selbst am besten gefallen. Bassist James Richardson fasste in einem Interview zusammen: „Wir haben unseren Stil auf „Oceanic“ weiter perfektioniert. Diese Platte ist frei von jeglichen stilistischen und künstlerischen Zwängen, und genau das sollte Musik sein.“ Das Ziel war es nicht, ein vorheriges Album weiterzuschreiben, sondern sich auf zu neuen Ufern zu machen. Herausgekommen ist ein überaus vielseitiges Album, welches so manchen eingefleischten Fan der Band beim ersten Hören in positivem Sinne regelrecht erschrecken lassen könnte. Produziert wurde „Oceanic“ von Benny Richter, der in den Principal Studios mit den „Emil Bulls“ die Songs aufnahm. Bekannt sind die Studios unter anderem durch Produktionen der „Toten Hosen“ und auch die Mittelalter-Band „In Extremo“ bannte ihre Songs in den Räumlichkeiten auf CD.

Experimentelle Stücke treffen auf dem Album „Oceanic“ auf Songs, die deutlich von Künstlern aus dem Pop beeinflusst sind. Schon zu früheren Zeitpunkten in der mittlerweile 16-jährigen Bandgeschichte gaben die Jungs beispielsweise an, unter anderen maßgeblich von „Sade“ und anderen Pop-Ikonen beeinflusst zu sein. Ihr rockiges Gesicht haben die „Emil Bulls“ allerdings stets gewahrt, so auch auf „Oceanic“.

Wenn eine Band eine energiegeladene Live-Show bietet, dann die „Emil Bulls“. Dies wird man in der Fabrik am Sonntag, den 11. November, am eigenen Leib erfahren können, wenn das Quintett in Hamburg zu Gast sein wird. Schon zum jetzigen Zeitpunkt gibt es die Karten für das Konzert im Vorverkauf.

Ein frühzeitiges Sichern der Tickets lohnt sich in jedem Fall. Immerhin sagt man der Fangemeinde der Band nach, eine der treuesten überhaupt zu sein. Übrig bleiben werden Karten also mit großer Wahrscheinlichkeit nicht. Für 20 Euro sind die Tickets erhältlich. Beginn des Konzerts ist um 21 Uhr. www.emilbulls.de

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