Klaus-Groth-Schule : Ticket für das WRO-Weltfinale

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Unter den zehn Teams, die sich am 14. Juni in Dortmund beim Deutschlandfinale der World Robot Olympiad (WRO) für das internationale Finale in Sotschi qualifiziert hatten, gehört auch ein Team der Klaus-Groth-Schule Tornesch. Jannik Rank (16), Bruno Borchardt (15) und Sebastian Meyer (17) gehören an der Schule der Legocraft-Arbeitsgemeinschaft an und präsentierten als „Team Legocraft“ in der Open Category beim Deutschlandfinale der WRO in Dortmund ihre Idee der „Regenerativen Sauerstoffversorgung auf Algenbasis auf dem Mars“.

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18. Juni 2014, 21:07 Uhr

Mit ihrer Idee und deren Umsetzung mit einer funktionierenden Konstruktion und einer hervorragenden Präsentation überzeugten und begeisterten sie die Expertenjury und wurden mit dem zweiten Platz und damit mit einem Ticket für die Teilnahme am Weltfinale der WRO vom 21. bis 23. November im russischen Sotschi belohnt. Bis zu ihrer Reise in die Olympia-Stadt am Schwarzen Meer haben die jungen Tüftler noch allerhand zu bewältigen. Sie wollen nicht nur ihre technische Präsentation noch optimaler gestalten, sondern müssen ihre Präsentationsmappe, ihr Projekt-Plakat und das für die Präsentation gedrehte Video dann in Sotschi in englischer Sprache vorweisen und natürlich den Jury-Experten ihr Projekt auf Englisch erklären und Fragen beantworten.

Kontakt zur Fachschaft Englisch zwecks Unterstützung hat ihr Projektbetreuer Mario Selck, der sich sehr über den Erfolg seiner Schützlinge freut, bereits aufgenommen. Sprachlich machen sich die erfolgreichen Tüftler keine Sorgen, Gedanken machen sie sich eher darüber, wie sie ihre für das Projekt unentbehrlichen Grünalgen nach Russland bringen beziehungsweise vor Ort eine Algenfarm bestellen und nutzen können.

Denn bei ihrem Projekt „Regenerative Sauerstoffversorgung auf dem Mars“ erzeugen Grünalgen Sauerstoff, der in ein Habitat geleitet werden kann. Wird ein höherer Sauerstoffgehalt erreicht als nötig, leitet die Anlage den Sauerstoff automatisch in eine Brennstoffzelle, wo er mit Wasserstoff in Wasser gebunden und bei Bedarf mittels Elektrolyseur wieder aufgespalten und freigesetzt wird. Seit Februar haben Jannik Rank, Bruno Borchardt und Sebastian Meyer mehr oder weniger intensiv an der technischen Umsetzung ihrer Idee gearbeitet und mit dem Ergebnis die Teilnehmer und Fachleute beim Deutschlandfinale der WRO ins Staunen versetzt. Denn die Aufgabenstellung zur WRO 2014 dreht sich um Raketen, Satelliten, Weltraumstationen und allgemein rund um Roboter im Weltraum. Mit der Idee der robotergesteuerten regenerativen Sauerstoffproduktion auf Algenbasis waren die drei Klaus-Groth-Schüler besonders kreativ und hoben sich von den Ideen der anderen 21 Teams, die in Dortmund in der Open Category angetreten waren, ab. „Wir haben von allen Seiten Interesse und Zuspruch erfahren“, so die hoch motivierten Jungs.

Um die Optimierung der Präsentation samt Algenfarm, den Flug, die Unterbringung in Sotschi sowie die notwendigen Visa und Formalitäten finanziell tragen zu können, suchen Jannik, Bruno und Sebastian sowie ihr Lehrer Mario Selck Sponsoren. Über den Förderverein der Klaus-Groth-Schule werden unter „Auf nach Sotschi“ Spenden entgegengenommen. Der Förderverein unterstützt regelmäßig die Legocraft-Arbeitsgemeinschaft und hat auch dieses Projekt und die Teilnahme am Deutschlandfinale gesponsert.

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