Kirchenkonzert : Theologisch und ästhetisch ein Kunstwerk

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Die h-moll-Messe von Johann Sebastian Bach ist vom Typ her eine „Missa solemnis“, also eine feierliche Messe. Im lutherischen Sprachgebrauch wird eine solche Kompositionsform, die sich streng nach der Gottesdienstordnung (Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei) richtet, auch als „Missa tota“ bezeichnet.

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21. Oktober 2012, 17:27 Uhr

Bach hat diesem Werk seinen ganz besonderen Stempel aufgedrückt. Denn mit ihr zeigt der Thomas-Kantor, was er kompositorisch alles kann. Besser: Die Gaben, die ihm, so Bachs Selbstverständnis, von Gott gegeben worden sind. Schon früh wurde die h-moll-Messe als „größtes musikalisches Kunstwerk aller Zeiten“ gepriesen. Und das auch, weil man schon beim Einstudieren des Werkes den hohen Anspruch bemerkt. Das gilt sowohl für den Chor als auch für das Orchester. Bachs h-moll-Messe verlangt allen Seiten Höchstleistungen ab. Daher ist dieses „monumentale Kunstwerk“ auch nur selten zu hören. Die h-Moll-Messe (zeitweilig auch als Hohe Messe in h-moll bezeichnet) erfordert fünf Vokalsolisten (zweimal Sopran, Alt, Tenor, Bass), einen fünf- bis achtstimmigen Chor sowie ein reich besetztes Orchester (drei Trompeten, Pauken, ein Corno da caccia, zwei Traversflöten, zwei (drei) Oboen, zwei Oboi d'amore, zwei Fagotte, Violine I/II, Viola sowie Basso continuo).

Dieses anspruchsvolle Werk wird am 11. November nun erstmals in Uetersen zu hören sein. Eberhard Kneifel, Kantor und Organist, freut sich mit seiner Kantorei, dem Elbepolis Barockorchester Hamburg und den Solisten auf das Konzert in der Klosterkirche. Beginn ist um 19 Uhr. Karten gibt es bei Lavorenz zum Preis von 30 und 20 Euro. Die Aufführung der h-moll-Messe findet im Rahmen der Reihe „Messe 2012 - Ein Fenster zum Himmel“ -, erstes gemeinsames kirchenmusikalisches Projekt des neuen Kirchenkreises Hamburg-West/Südholstein, statt.

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