Fachbereichsleitung : Teure Personalsuche

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Die Personalpolitik von CDU und FDP nach dem Parteibuch wird den Kreis und damit den Steuerzahler rund 66 376 Euro kosten – für den Vorsitzenden der SPD-Kreistagsfraktion Hannes Birke die Schlussfolgerungen aus einer Mitteilung der Kreisverwaltung über die Kosten für ein erneutes Auswahlverfahren zur Besetzung der Leitung des Fachbereiches Soziales, Jugend, Schule und Gesundheit (die UeNa berichteten).

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17. Juli 2012, 20:53 Uhr

Ein neues Auswahlverfahren wäre für die SPD nicht erforderlich gewesen, denn dem Hauptausschuss lag bereits im Mai ein Personalvorschlag von Landrat Oliver Stolz vor. In einem aufwendigen und nach Angaben der Verwaltung 45 026 Euro teuren Auswahlverfahren schlug ein Auswahlgremium, bestehend aus Spitzenvertretern der Verwaltung, dem Personalrat und zwei Kreistagsabgeordneten, nach über zwanzig Stunden Beratung und Bewertung von 37 Bewerbungen die später von CDU und FDP abgelehnte Bewerberin als qualifiziert für die Leitung des Fachbereiches vor. Lediglich der CDU-Vertreter lehnte die Empfehlung ab, so Hannes Birke. CDU und FDP lehnten den Vorschlag mit der Begründung, nicht ausreichender fachlicher Qualifikation ab. Diese Begründung – so die einhellige Meinung der anderen Mitglieder des Hauptausschusses – war nach Sicht von Hannes Birke vorgeschoben.

„CDU und FDP wollten die Besetzung der Stelle mit einer ‘SPD-Frau’, die dazu noch Bezirksvorsitzende in Hamburg Altona ist, verhindern.“, so Birke in einer Stellungnahme. Dass CDU und FDP ihre Entscheidung nur durch die parteipolitische Brille bewerteten, machte für Birke das Votum des erwähnten Auswahlgremiums deutlich.

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