Schulauer Hafen : Teuer, aber unvergleichlich

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Der Umbau des Schulauer Hafens zum Mittelpunkt der Maritimen Meile wird teurer als bisher angenommen. Nach ursprünglich kalkulierten 16,4 Millionen Euro ist jetzt von 18 Millionen nur für die neue Gestaltung des Hafenbeckens die Rede. Ein Grund für die Kostensteigerung ist die Kampfmittelsondierung, die sich schwieriger gestaltete als angenommen, inzwischen aber abgeschlossen ist.

shz.de von
22. Mai 2014, 19:51 Uhr

Und dann die beiden großen Probleme im Westteil der Großbaustelle: Unter der Abdeckung einer Mole wurde eine große Menge Bauschutt entdeckt, dessen Abfuhr und Entsorgung ebenso wenig eingeplant worden war wie die fachgerechte Entsorgung des kontaminierten Bodens, der dort entdeckt wurde.

Aber es gibt auch Positives zu berichten von Wedels Modellprojekt, das die Stadt prägen wird wie wohl kaum ein anderes zuvor. Nach fast einem Jahr Bauzeit laufen jetzt die Arbeiten für die begehbare Quermole an der Südseite, die so gestaltet wird, dass sie ein optimales Sedimentmanagement ermöglicht. „Es geht darum, die Folgen der Elbvertiefung abzumildern“, sagte Wedels Bauamtsleiter Karl Lieberknecht (kleines Foto, rechts), der gestern zusammen mit Ingenieur Frank Spickermann (kleines Foto, links) die Baufortschritte vorstellte.

Während das Becken des benachbarten Hamburger Yachthafens noch jedes Jahr ausgebaggert werden muss, um die notwendige Tiefe zu erhalten, soll die Quermole helfen, die Intervalle auf zwei auszudehnen.

Voraussichtlich im Juli kann der nördliche Teil des Hafenbeckens verfüllt werden. Ist der Umbau im Oktober 2015 abgeschlossen, ist das Hafenbecken insgesamt kürzer, aber breiter und tiefer. Für alle Bürger bietet die Stadt am Donnerstag, 5. Juni, einen Informations- und Besichtigungstermin vor Ort an, in dessen Rahmen die Bauarbeiten und Planungen erläutert werden. „Die Bevölkerung muss viel Verständnis aufbringen, denn wir sind hier die Störenfriede“, sagte Frank Spickermann.

Deshalb und weil viele Bürger die Baustelle bereits unbefugt besichtigt haben und das von der Stadt unterbunden wurde, jetzt also dieser Termin! „Das Interesse ist sehr groß“, sagte Spickermann.

Treffpunkt ist um 16 Uhr vor dem Bauschild auf der Freifläche am Strandweg. Festes Schuhwerk ist ebenso erforderlich wie eine Anmeldung bei Stefanie Bossen unter der Telefonnummer 04103/707222.

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