zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

21. August 2017 | 16:07 Uhr

Wirtschaft : Teppich Kibek wächst weiter

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Das Elmshorner Familienunternehmen Kibek, einer der weltweit größten Teppichhändler, bleibt auf Wachstumskurs: Geschäftsführer Frank Sachau möchte die Zahl seiner Häuser in den kommenden Jahren auf 30 erhöhen und damit verdoppeln. Im Gespräch mit Landrat Oliver Stolz schloss er in dieser Woche außerdem eine Expansion ins deutschsprachige Ausland für die Zukunft nicht aus.

„Unser Wunsch wäre es, jedes Jahr ein neues Haus zu eröffnen“, sagte er. Neu im Filialnetz ist das Haus in Fürth, das nach dem Unternehmen im vergangenen Jahr ein zweistelliges Plus bescherte.

Geschuldet ist dieses Ergebnis allerdings wohl auch dem Online-Handel, der rasant gewachsen ist und über den Elmshorner Standort abgewickelt wird. Um die Kunden noch schneller beliefern zu können, nahm das Unternehmen vor einigen Jahren Deutschlands einziges Teppich-Hochregallager in Betrieb, das im vergangenen Jahr noch einmal erweitert wurde.

Etwa 600 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen bundesweit. Am neuen Elmshorner Standort im Ramskamp, gleichzeitig Kibek-Zentrale, findet der Kunde auf 20000 Quadratmetern Verkaufsfläche mehr als 80000 Teppiche und – heute eher die Ausnahme – mehr als 3000 Teppichrollen. Für den weltweiten Einkauf sind Spezialisten zuständig, insbesondere Muttersprachler, die im Iran unterwegs sind, in Indien oder Marokko.

Noch immer ist der Orient-Teppich als Geldanlage gefragt. „Unsere Kunden gehen damit kein Risiko ein, weil ein guter Teppich immer teurer wird“, sagte Frank Sachau, der seinen Gast aus der Kreisverwaltung durch das Unternehmen führte. Dabei lüftete er auch das Geheimnis, welche weiteren Standorte für ihn in Frage kommen: in der Region um Düsseldorf und Köln sowie im Ruhrgebiet.

Die Filiale in Kassel wird außerdem vergrößert. Das Haus in Leipzig schließlich wird umgerüstet und komplett auf LED-Technik umgestellt. Sachau rechnet dadurch mit einer Senkung des Stromverbrauchs um 50 Prozent.

Weil der Teppichmarkt ein schwieriger ist, Kibek außerdem mit den Möbelhäusern konkurrieren muss, hat Firmenchef Sachau die eigenen Produkte im Bereich Teppich und Badtextilien zu einer Marke ausgebaut, immerhin im Bereich der Bodenbeläge die stärkste in Deutschland. Eine Eigenmarke habe den Vorteil, dass sich die Qualität gut kontrollieren lasse, sagte der dreifache Familienvater, dessen Opa den Grundstein für das Unternehmen legte.

zur Startseite

von
erstellt am 21.Aug.2015 | 20:44 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert