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Uetersener Nachrichten

17. August 2017 | 06:07 Uhr

Dörfer-Verwaltung : Tendenz zum Amt Moorrege

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Entscheidungen sind noch nicht gefallen. Aber sowohl die Haseldorfer als auch die Hetlinger CDU und die Freie Wahlgemeinschaft Hetlingen (FWH) neigen dazu, sich ab 1. Januar 2017 vom Amt Moorrege und nicht mehr vom Amt Haseldorf im Uetersener Rathaus verwalten zu lassen. Das teilten gestern der FWH-Fraktionsvorsitzende Michael Rahn, die Hetlinger Bürgermeisterin Monika Riekhof (CDU) und ihr Haseldorfer Kollege Uwe Schölermann (CDU) auf Anfrage mit. Der Haselauer Gemeinderat beschloss eine Empfehlung an seine beiden Vertreter im Amtsausschuss, die aber geheim ist, so Bürgermeister Rolf Herrmann.

Die FWH diskutierte das Thema am Montag. Es habe sich eine Tendenz zum Amt Moorrege gezeigt, so Rahn. Für ihn ist klar: „Vom System her passen Dörfer eher zu einer Amts- als zu einer Stadtverwaltung.“ Der Großteil der Gruppe aber wollte die Entscheidung vor allem abhängig von den Kosten fällen. Die Gemeinde könne sich zusätzliche Ausgaben nicht leisten. Die FWH beantragt daher, den Vertrag mit der Stadt zum 31. Dezember 2015 zu kündigen. Er liefe dann am 31. Dezember 2016 aus. Eine neutrale Stelle, etwa das Gemeindeprüfungsamt oder die Kommunalaufsicht, soll einen verlässlichen Vergleich der Angebote von Stadt und Amt erstellen. Das Problem: Die Papiere enthalten unterschiedliche Leistungsumfänge. Die Bürgermeister und der Amtsvorsteher versuchten bereits, die Kosten zu vergleichen. Ihre Ergebnisse wichen aber um rund 100000 Euro voneinander ab. So ergab eine der Kalkulationen, dass das Angebot des Amts Moorrege um 60000 Euro günstiger als der Vertrag mit der Stadt Uetersen ausfalle, eine andere kam zu dem Ergebnis, dass das Moorreger Angebot um 40000 Euro teurer sei. Zurzeit zahlt das Amt Haseldorf eine Verwaltungskostenpauschale von 385000 Euro an die Stadt.

Weiterhin möchte die FWH, dass der Bauhof des Amts Haseldorf auch nach einem möglichen Wechsel fortbesteht. Er soll ausgelastet und von den drei Gemeinden getragen werden. Das Amt Moorrege hat keinen Bauhof.

Die Hetlinger CDU beriet das Thema gestern in interner Sitzung. „Wir können uns beides vorstellen“, sagte Riekhof vorher. Es sei aber eine Tendenz Richtung Amt Moorrege zu erkennen. Die Gemeindevertretung soll morgen eine Empfehlung aussprechen. Ausschlaggebend für Uwe Schölermann sind die Zahlen. Mit einem Wechsel zum Amt Moorrege würden die Gemeinden gemeinsam pro Jahr 50000 Euro sparen. Vertrag und Angebot lägen den Ratsmitgliedern vor. Ein „finales Gespräch“ darüber stehe nächste Woche an.

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erstellt am 08.Dez.2015 | 21:14 Uhr

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