Unterschriftenaktion : Tempolimit am Hetlinger Deich?

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Dieser Erfolg der Haseldorfer Bürger in Sachen Geschwindigkeitsbegrenzung hat Cordula Bergmann Mut gegeben. „Das muss doch auch am Hetlinger Deich möglich sein“, steht für die Powerfrau fest. Mit einer Unterschriftenaktion sucht sie derzeit Verbündete.

shz.de von
01. Juli 2012, 22:29 Uhr

Bewohner des Altenfeldsdeiches wollten die Raser bremsen, die aus Richtung Hetlingen viel zu schnell ins Dorf fahren. Zwar war ihre ursprüngliche Forderung eine Versetzung des Haseldorfer Ortseingangsschildes in Richtung Hetlingen gescheitert. Doch nach längeren Diskussionen hatte die Kreisverwaltung ein Tempo-70-Schild mehrere hundert Meter vor dem Ortseingang aufstellen lassen.

Diese Geschwindigkeitsbegrenzung schwebt Cordula Borgmann ebenfalls für die erste lang gezogene Kurve aus Richtung Hetlingen vor. Dort wohnt sie und kann beobachten, wie einige durch die Kurve rasen. Wenn ihre Tochter Besuch von Freundinnen aus dem Dorf bekomme, würden die den Fuß- und Radweg auf der anderen Straßenseite benutzten, erklärt sie. „Viele brettern einfach weiter, wenn die Kinder an der Straße stehen“, schimpft die Mutter. Zudem zweigt in der Kurve ein Feldweg ab. Es sei für die Bauern manchmal schwierig, von dem landwirtschaftlichen Weg auf den Hetlinger Deich einzubiegen.

Nicht einsichtig ist für Cordula Borgmann, dass in der zweiten lang gezogenen Kurve des Hetlinger Deiches das von ihr geforderte Geschwindigkeitslimit gilt. Das Argument für Tempo 70 ist dort eine Ausfahrt, die sie auch hat. „Es gibt Haseldorfer, die besuchen mich nicht mehr, weil aus ihrer Sicht die Fahrt von unsere Auffahrt auf die Straße so gefährlich ist“, erzählt sie. Abhilfe könnte ein Spiegel bieten, mit dem die Straße besser einsehbar ist. Sie hat gehört, dass der gar nicht mal so teuer wäre, „aber man darf den ja nicht einfach so aufstellen.“

Kurzeitig habe sich die Situation verbessert, als vor Haseldorf das Tempo-70-Schild aufgestellt worden war. „Aber nach kurzer Zeit sind alle wieder so schnell gefahren wie vorher“, sagt die resolute Hetlingerin.

Nach den Sommerferien will sie den Kontakt mit den Politikern aus den beiden Marsch-Dörfer suchen, denn ihr Haus steht auf Hetlinger Gemeindegebiet, die Auffahrt gehört jedoch zu Haseldorf. Sie hofft auf deren Unterstützung, um die Kreisverwaltung zu einem Einlenken zu bewegen.

Wer Cordula Borgmanns Anliegen unterstützen will, kann sie unter der Telefonnummer 04103/89073 erreichen.

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