Anordnung : Tempolimit am Haseldorfer Deich

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Eine gute und eine schlechte Nachricht gibt es für verkehrs- und lärmgeplagte Bürger in der Marsch. Das Tempolimit zwischen Haseldorf und Hetlingen wird ausgedehnt, allerdings nicht so weit, wie es die Anwohner gefordert haben.

shz.de von
08. Februar 2013, 19:44 Uhr

Tempo 70 ist Anfang 2012 für Verkehrsteilnehmer auf dem Hetlinger Deich eingeführt worden, die in Richtung Haseldorf fahren. Die Geschwindigkeitsbegrenzung galt aber nicht in entgegengesetzter Richtung. Hinter dem Verkehrsschild Ortsende in Richtung Hetlingen konnte nach wie vor sofort auf 100 Stundenkilometer beschleunigt werden.

Doch das ändert sich bald. „Die Anordnung vom Straßenverkehrsamt des Kreises ist vor kurzem gekommen“, berichtet der Haseldorfer Bürgermeister Uwe Schölermann (CDU). In drei bis vier Wochen werden die Verkehrsschilder aufgestellt, so dass in beiden Richtung nur noch Tempo 70 gefahren werden kann.

Der Bürgermeister ist zufrieden mit der Entscheidung. „Wir haben uns dafür eingesetzt“, so Schölermann. Eine Bürgerinitiative aus dem Bereich Altenfeldsdeich und Roßsteert hatte sich ursprünglich für einen Versetzung des Ortseingangsschildes in Richtung Hetlingen stark gemacht, um die Raser ins Dorf frühzeitiger zu bremsen. Der Kompromiss Tempo 70 war nach Bürgerprotesten, vielen Gesprächen und einer Ortsbegehung gefunden worden. „Wir würden gern helfen, können aber nicht“, erklärt das Gemeindeoberhaupt zum Ansinnen von Cordula Borgmann, das vom Straßenverkehrsamt abgelehnt worden ist. Sie hatte für eine Reduzierung in der ersten lang gezogenen Kurve aus Richtung Hetlingen plädiert. Dort wird häufig mit überhöhter Geschwindigkeit gefahren. Wenn ihre Tochter Tahnee und die Freundinnen die Straße Richtung Radweg überqueren wollen, hat es manch brenzlige Situation gegeben. Und es sei für die Bauern manchmal schwierig, von dem landwirtschaftlichen Weg auf den Hetlinger Deich einzubiegen, berichtet sie. Das Tempolimit in der zweiten langgezogenen Kurve war das Vorbild für Cordula Borgmann. Doch die Behörde teilte ihre Sorgen nicht. Eine Gefahrenlage konnten die Mitarbeiter der Kreisverwaltung nicht erkennen. Es wird der Haseldorferin nur empfohlen, durch den Rückschnitt der Sträucher an der Grundstücksgrenze die Sicht zu verbessern.

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