Tempo, Tempo − in der Zone 30

Zwei Beamte der Polizeistation Uetersen an einem Lasergerät, mit der Geschwindigkeitsverstöße festgestellt werden können.
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Zwei Beamte der Polizeistation Uetersen an einem Lasergerät, mit der Geschwindigkeitsverstöße festgestellt werden können.

VerkehrskontrollePolizisten stellen am Seeth an zwei Tagen fast 50 Verstöße binnen vier Stunden fest / „Spitzenreiter“ fuhr 60

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25. März 2017, 14:51 Uhr

Seit Anfang dieses Jahres gilt am Seeth Tempo 30. Anwohner hatten sich bei der Stadt beschwert, dass die Straße, nach Öffnung vor einigen Jahren, von vielen als Abkürzung genommen wird. Es werde „gerast“. Nach wie vor? Dieser Frage gingen am Montag zwei Uetersener Polizisten nach. Binnen zwei Stunden, von 16 bis 18 Uhr, wurden 19 Verwarnungen ausgesprochen und drei Bußgelder verhängt (mehr als 21 Kilometer pro Stunde über der erlaubten Geschwindigkeit). 22 Verstöße also in 120 Minuten.

Am Donnerstag folgte eine weitere Kontrolle. Und wieder gingen dern Beamten zahlreiche Autofahrer „ins Netz“. Erneut wurden zum Teil gravierende Tempoverstöße festgestellt. Zur Bilanz am Donnerstag: Mit der Laserpistole im Einsatz waren diesmal vier Polizisten. Auch diesmal wurde zwei Stunden lang kontrolliert. 23 Autofahrer mussten verwarnt werden. Erneut waren drei Autofahrer so schnell unterwegs, dass gegen sie Bußgelder verhängt wurden. Trauriger Spitzenreiter war ein Autofahrer, der mit Tempo 60 unterwegs war. Weil jeweils drei Kilometer pro Stunde abgezogen werden, beläuft sich das ihm vorwerfbare Ergebnis auf 57 Kilometer pro Stunde. Das reicht für einen Punkt in Flensburg und ein Bußgeld im hohen, zweistelligen Bereich. Auch eine Mofafahrerin wurde angehalten. Sie war mit Tempo 40 unterwegs. Zudem habe dieFrau laut Polizei keinen Führerschein für ihren Roller besessen. Sie war lediglich im Besitz einer Mofaprüfbescheinigung. Nicht zuletzt erwischten die Polizisten einen Autofahrer, der gegen die Gurtpflicht verstoßen hatte. Auch er wird um einen Flensburger Punkt nicht herumkommen.

Heiteres am Rande: Die Fahrer hätten von der Zone 30 gewusst, aber nicht mit der Kontrolle gerechnet, so ein Polizist. Damit es keine Überraschung für die Verkehrsteilnehmer mehr gibt, kündigt die Polizei eine weitere Geschwindigkeitskontrolle für Anfang April an.

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