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Plan in Uetersen : Tempo 30 für das Wohngebiet nördlich der Reuterstraße

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Uetersener Politik ist sich einig, einem entsprechenden Beschlussvorschlag der Verwaltung zuzustimmen.

Uetersen | Tempo 30 statt 50 − in dem Wohngebiet nördlich der Reuterstraße wird es künftig aller Voraussicht nach gemächlicher zugehen. Die Uetersener Politik ist sich einig, einem entsprechenden Beschlussvorschlag der Verwaltung für die heutige Sitzung des Bauausschusses zuzustimmen. Geben auch die Ratsversammlung und die Verkehrsbehörde des Kreises grünes Licht, gilt die Verkehrsberuhigung für das gesamte Gebiet zwischen der Straße Am Seeth und dem Heidweg.

Die Tempo-30-Zone nördlich der Reuterstraße sollte ursprünglich lediglich bis zum Eichenweg reichen − so hatten es die Bauausschuss-Mitglieder in ihrer Sitzung Ende des vergangenen Jahres in einem Prüfauftrag an die Verwaltung beschlossen. Anschließend sei jedoch − unter anderem bei einem Ortstermin − festgestellt worden, dass sich eine Ausweitung bis zum Heidweg anbieten würde, heißt es von Seiten der Verwaltung.

Den Anstoß zur Einführung der Geschwindigkeitsbeschränkung hatten Anwohner gegeben, die zunehmenden Durchgangsverkehr und vermehrte Verkehrsverstöße monierten. „Es gab immer wieder Bitten und Anfragen, Anwohner haben sich über Raser beklagt“, sagt Ordnungsamtsleiter Victor Delva. Die Polizei konnte diese Beobachtungen allerdings nicht bestätigen. Bei einer Verkehrskontrolle seien jüngst keine gravierenden Überschreitungen der Geschwindigkeit festgestellt worden, heißt es in der Vorlage für den heutigen Abend. Gleiches gelte auch für im Jahr 2014 in der Theodor-Storm-Allee durchgeführte Messungen.

Für Holger Köpcke von der BfB besteht das Hauptproblem in der Straße Am Seeth, die häufig als Abkürzung aus Richtung Heidgrabener Straße genutzt wird.

Für Holger Köpcke von der BfB besteht das Hauptproblem in der Straße Am Seeth, die häufig als Abkürzung aus Richtung Heidgrabener Straße genutzt wird.

Foto: UeNa

Die Uetersener Politik begrüßt die Einrichtung der Tempo-30-Zone durchweg. „Ich wundere mich jedes Mal, wenn ich dort fahre, dass es noch kein Tempo 30 gibt“, sagt Heike Baumann, Ratsfrau und Vorsitzende des SPD-Ortsvereins. Auch CDU-Fraktionschef Andreas Stief befürwortet die verringerte Geschwindigkeit: „Das kann man in Wohnstraßen sehr gut machen.“ Entscheidend sei, den Willen der Anwohner ernst zu nehmen, so Stief. Auch für die Grünen ist die Bürgerbeteiligung wichtig. „Die Anwohner können die Situation vor Ort am besten einschätzen“, sagt Ratsherr Bernd Möbius, der vor allem die Ausweitung bis zum Heidweg begrüßt.

Für Holger Köpcke von der BfB besteht das Hauptproblem in der Straße Am Seeth, die häufig als Abkürzung aus Richtung Heidgrabener Straße genutzt wird. Doch nicht nur für diesen Bereich sei die Tempo-30-Zone eine gute verkehrsberuhigende Maßnahme.

Die Politik ist sich also einig − und auch die Verkehrsbehörde des Kreises hat bereits ihre Zustimmung zu den Plänen signalisiert. Unklar sind hingegen noch die Kosten, die durch Beschilderung und Piktogramme auf dem Boden entstehen. Der Ausschuss für Bau-, Umwelt- und Verkehrswesen tagt heute ab 19 Uhr im Ratssaal des Rathauses.

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erstellt am 09.Jun.2016 | 10:00 Uhr

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