Zukunft : Telekom oder azv Breitband?

Welcher Kommunikationsanbieter wird die Hetlinger in die multimediale Zukunft führen? Derzeit werden die Weichen gestellt, wobei die Telekom bessere Karten zu haben scheint, denn die CDU-Mehrheitsfraktion setzt auf den Bonner Multi.

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12. Februar 2013, 21:02 Uhr

Mit einer Pressemitteilung positioniert sich die Bürgermeisterin und CDU-Ortsvorsitzende. „Nach der Versorgung mit DSL kommt jetzt der nächste Schritt in Sachen fortschrittliche Internetverbindung für Hetlingen“, erklärt Barbara Ostmeier. „Ein großer Teil der Gemeinde könnte laut der Telekom schon bald mit VDSL versorgt werden.“ Die Bürgermeisterin verweist auf die nächste Sitzung des Sport-, Kultur- und Umweltausschusses am Donnerstag, 21. Februar, ab 20 Uhr im Hetlinger Treff. Auf ihre Anregung wird ein Vertreter der Telekom über die weiteren Schritte und die Möglichkeiten für die Bürger informieren.

Im Gegensatz zu dem Werben von Barbara Ostmeier für den Branchenprimus steht ein Antrag der Freien Wählergemeinschaft zur Gemeindevertretersitzung. Die FW setzt auf eine lokale Lösung, will den Beitritt der Gemeinde zum zu gründenden Zweckverband der „azv Südholstein Breitband GmbH“.

Das Tochterunternehmen des Abwasser-Zweckverbandes steckt derzeit allerdings in Schwierigkeiten, nach dem die Stadt Quickborn den ersten Versuch der Gründung Ende 2012 torpediert hat. Derzeit arbeitet man beim Hetlinger Kommunalunternehmen an einer neuen Lösung, mit der nicht nur die potenziellen Nutzer, also die Gemeinden zufrieden sind, sondern die Kritiker in den Städten ebenfalls leben können.

Aber auch die Telekom hat in der jüngeren Vergangenheit keine gute Performance in Hetlingen hingelegt. Zweieinhalb Jahre dauerte es, bis ein nach einem Autounfall demolierter Verteilerkasten in der Hauptstraße abgebaut wurde. Anfang des Jahres waren Hetlinger Anschlüsse für ein paar Tage nicht erreichbar. Schwierigkeiten beim Umschalten auf einen neuen Verteilerkasten in der Hauptstraße sollen der Auslöser gewesen sein. Probleme gibt es nach wie vor im Neubaugebiet Grashofsland. Nicht allen Bürgern, die DSL wollen, konnte es von dem Telekommunikationsriesen zur Verfügung gestellt werden. Deswegen erklärt Ralf Hübner (FW), Vorsitzender des Sport-, Kultur- und Umweltausschusses: „Wir erhoffen uns von der Sitzung auch die Beantwortung der bisher ungeklärten Fragen durch den Telekom-Mann.“

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