Katastrophenschutz : Technik vom Feinsten

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Landrat Oliver Stolz brachte es auf den Punkt: „Wir wollen hoffen, dass dieses Fahrzeug niemals zum Einsatz kommt, aber wir sind trotzdem froh, dass wir es haben, da die Bedrohung aus nahegelegenen Kernkraftwerken im Kreis Pinneberg nach wie vor gegeben ist“.

shz.de von
12. Juli 2012, 18:36 Uhr

Bei einem von den beiden Fahrzeugen, die am Mittwochabend an den Kreisfeuerwehrverband Pinneberg übergebenen wurden, handelt es sich nämlich um einen sogenannten Reaktor-Erkunder. Von außen relativ unspektakulär – ein Mercedes Sprinter in Langversion – hat das 190 PS- starke und allradgetriebene Gefährt eher innere Werte zu bieten.

Neben Pressluft-Beatmungsgeräten und Schutzausrüstung für die Fahrzeugbesatzung, ist geballte Technik an Bord, die es erlaubt, bei Reaktor- oder Chemieunfällen in eventuell kontaminierte Gebiete einzufahren und dort vielfältige Messungen vorzunehmen. Natürlich auch an Bord: GPS-Messtechnik zur Ausgabe der Messdaten mit direkter Ortsangabe. Daneben wurde ein sogenannter Abrollbehälter übergeben: Der Container, der vom Transportfahrzeug abgeladen werden kann und so als mobile Versorgungsstation dient, enthält Atem- und Strahlenschutz für mehrere Besatzungsmitglieder.

Das 330 PS starke und ebenfalls allradgetriebeneTransportfahrzeug kann dann zur Beförderung weiterer Versorgungscontainer genutzt werden. Landrat Oliver Stolz übergab den Fahrzeugschlüssel an Kreisbrandmeister Bernd Affeldt, der sich erfreut über den „Neuzugang“ zeigte und auch auf die Verantwortung für das 180 000 Euro teure Fahrzeug hinwies.

Und so froh man allenthalben über die Erweiterung des Fuhrparks der Kreisfeuerwehrzentrale war, so war man sich doch auch einig: Möge dieses Fahrzeug künftig nur zu Übungszwecken aus der Garage geholt werden.

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