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Uetersener Nachrichten

11. Dezember 2017 | 10:49 Uhr

Tauziehen um die Parkpalette

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

PolitikBauausschuss vertagte eine Entscheidung über die zukünftige Nutzung des städtischen Grundstücks An der Klosterkoppel

shz.de von
erstellt am 21.Jul.2017 | 16:05 Uhr

Wie bereits vermutet, gab es am Donnerstagabend während der Sitzuung des Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschuss im Rathaus keine Entscheidung über die anstehende Verwertung des städtischen Parkpalettengrundstücks. SPD und BfB hatten beantragt, die Materie zur weiteren Beratung zurück in die Fraktionen zu verweisen. Der Grund: SPD und BfB verfügten nicht über alle Unterlagen.

CDU und Grüne hatten die am Kauf des Grundstücks An der Klosterkoppel interessierten Bieter im Vorfeld der Sitzung in die Fraktionen eingeladen und von diesen ihre Ideen in Schriftform erhalten. Die Weitergabe dieser Unterlagen an SPD und BfB war nicht erfolgt. Das bedauerte während der Sitzung CDU-Fraktionschef Andreas Stief. Es sei jetzt allerdings nicht mehr zu ändern.

Alle vier Fraktionen bekundeten aber ihr Interesse, die Angelegenheit zügig entscheiden zu wollen. Und zwar noch während der anstehenden Sommerpause. Beschlossen wurde, am Donnerstag, 24. August, zu einer Sondersitzung zusammenzukommen. Bis zum Ende der kommenden Woche, so Ausschussvorsitzender Hans-Dieter Witt (BfB), sollten mögliche Fragen der Politiker zur Materie die Verwaltung erreicht haben, damit die Antworten rechtzeitig vor der Sitzung vorliegen. Die Sondersitzung beginnt um 19 Uhr. Der Tagungsort steht indes noch nicht fest. Renovierungsbedingt steht der Ratssaal derzeit nicht zur Verfügung. Die Sitzung wird öffentlich sein. Vor Einstieg in die Tagesordnung können Besucher Fragen an die Politiker und die Verwaltung stellen.

Bei der zur Entscheidung anstehenden Frage stehen sich zwei Auffassungen gegenüber. In beiden Fällen geht es um zusätzliche Frequenzen für die Innenstadt, um dort für eine Belebung zu sorgen. Zum einen argumentieren Investoren, dass diese Frequenzen nur mithilfe eines Lebensmittelmarkts jenseits von 2300 Quadratmetern Verkaufsfläche zu erzielen sind, zum anderen wird von einzelnen Bewerbern der Fokus auf die Wohnbebauung gelenkt. Die „Neubürger“ unweit der City würden für mehr Zulauf der Fußgängerzone sorgen. Den „Magneten“ für die City wünscht sich auch die Kaufmannschaft der Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe (IHG), also eine Einkaufsstätte von überörtlicher Bedeutung.


Auf den Bestandsschutz wird verwiesen


Im Bereich des Gerberplatzes wird von Edeka-Ermeling und Famila die Auffassung vertreten, dass eine solche Entwicklung die Existenz der beiden großen Lebensmittelmärkte in Frage stellt. Edeka und Famila pochen auf den Bestandsschutz, der durch einen großflächigen Lebensmittelmarkt gefährdet werde. Die Ansiedlung eines weiteren großen Markts sei Ausdruck eines reinen Verdrängungskampfs. Uetersen sei, was Güter des täglichen Bedarfs betreffe, ausreichend versorgt.

Diese vielschichtige Interessenlage soll ebenfalls bis zum 24. August abgewogen worden sein, um dann entscheiden zu können, auch hinsichtlich des „Feinschliffs“, denn die einzelnen Konzepte weisen punktuelle Unterschiede auf, die auch unter Berücksichtigung der Stadtplanung bedeutend sein könnten.

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