Vertragspoker : Tauziehen um den Flugplatz beendet

Alle Versuche, den Flugplatz in Heist zu verkaufen sind gescheitert. Das 120-Hektar-Areal bleibt in den Händen der Flugplatz Uetersen GmbH. Der Zusammenschluss der Flieger wird mit einem neuen zehnjährigen Pachtvertrag ausgestattet. Hochzufrieden zeigt sich Erwin Ilper, ehrenamtlicher Geschäftsführer der Gesellschaft: „Wir bekommen so Planungssicherheit.“

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18. März 2014, 19:07 Uhr

2005 begannen die Bemühungen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) mit Sitz in Bonn das Flugfeld der Marseille-Kaserne für den Bund zu Geld zu machen. Auch die GmbH machte ein Angebot, die seit rund 40 Jahren den Flugplatz betreibt. Doch die Millionenforderungen konnten nicht nur die heimischen Flieger, sondern auch alle anderen Interessenten kaum leisten.

Käufer hätten mit einigen Einschränkungen leben müssen. Weil die Bundeswehr ein Interesse daran hat, den Flugplatz zu erhalten, gibt es keine Chance auf eine Nutzungsänderung. Nur andere Flugplatzbetreiber konnten also der hiesigen Gesellschaft gefährlich werden. Sie hätten allerdings den Betrieb der GmbH zulassen müssen. So wechselte die Bima jetzt die Strategie. Ein neuer Vertrag wurde abgeschlossen. Die Verhandlungen führten der Geschäftsführer und der Bima-Vertreter telefonisch.

„Positiv“ ist diese Entwicklung für die Gemeinde, erklärt Bürgermeister Jürgen Neumann (CDU). Richtig sei es im Nachhinein gewesen, nicht nur einen Flächennutzungs-, sondern auch einen Bebauungsplan mit einigen Begrenzungen zu verabschieden. Einig sei man sich mit der Bürgervereinigung gegen Fluglärm in der Ablehnung einer Asphaltierung der Start- und Landebahn sowie dem Erhalt des Nachtflugverbotes. „Scheinbar sieht die Flugplatz GmbH das genauso“, sagt das Gemeindeoberhaupt.

Ilper sieht jetzt die Möglichkeit, ein altes Problem abzuarbeiten. Die Straße zwischen Einfahrt und Tower befindet sich in einem miesen Zustand und soll instandgesetzt werden. Durch den Bebauungsplan ist die GmbH allerdings auch dazu verpflichtet worden.

Hilfe bekommen die Flieger möglicherweise über die Gemeinde. Es soll geprüft werden, so Neumann, ob eine Bezuschussung durch die neue AktivRegion möglich ist. Der Bürgermeister sieht eine große Bedeutung der Straße für den Tourismus, denn sie wird von Gästen des Tower-Restaurant-Café ebenso genutzt wie von Besucher des Naturschutzgebietes Tävsmoor.

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