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Museum für Kunst & Gewerbe : Tattoo – ein kultiges Modeaccessoire

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Tattoos sind in Mode. Im Winter verborgen und im Sommer als „kultiges Modeaccessoire“ getragen, erzählen sie persönliche Geschichten, schaffen Identität und Zugehörigkeit. Sie sollen schmücken, heilen und schützen, faszinieren oder stoßen ab.

Die Ausstellung „Tattoo“ im „Museum für Kunst und Gewerbe“ (Steintorplatz) zeigt ein breites Spektrum dieser alten Kulturtechnik zwischen Kunst und Design. Über 250 Arbeiten, darunter Fotografien, Farbholzschnitte, Gemälde und Skulpturen, Videoarbeiten und Audioinstallationen, sowie Vorlagenschablonen und historische Hautpräparate sind zu besichtigen. Natürlich sind Farben, Pigmente, Tätowiergeräte von einfachen Naturwerkzeugen bis zu filigranen Präzisionsmaschinen vorhanden, die einen Einblick in die handwerkliche Praxis geben.

Der Besucher erhält durch Vorlageblätter Eindrücke auf die traditionsreiche Geschichte der Hamburger Tattoo-Szene aus dem Hafenmilieu.

Unveröffentlichte historische Fotos dokumentieren typische Tätowierungen der Hamburger Arbeiterschaft um 1890. Gestalterische Experimente, darunter vielfältige, ausdrucksstarke Kunstformen wagten die Tatoo-Legenden Christian Warlich („der König der Tätowierer) und Herbert Hoffmann. Außerdem beleuchtet die Schau die Ambivalenz des Tattoos zwischen sozialer Zuordnung, Identitätsmerkmal und Stigmatisierung in verschiedenen Kulturen sozialer Schichten und Epochen.

Historische japanische Quellen belegen, dass Tattoos erstmals im 3. Jahrhundert erwähnt wurden. Im Gegensatz zu heute hatten die Figuren eine Bedeutung. Der Drache stand für Männlichkeit, Macht oder Himmel.

Noch heute ist es in Japan verpönt, Tattoos zu zeigen, denn von 1870 bis 1948 waren Tätowierungen verboten. Ein Besuch der Tattoo-Schau lohnt sich sehr und ist bis zum 6. September möglich.

Geöffnet: Di.-So. 10-18 Uhr. Do. 10 bis 21 Uhr.

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erstellt am 09.Apr.2015 | 21:27 Uhr

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