Noch eine Woche bis zur Typisierungsaktion : Susanne hofft auf viele Helfer in der Not

Nur ein passender Stammzellspender kann das Leben der 37-jährigen Susanne aus Uetersen noch retten. Die Mutter von zwei kleinen Kindern ist an Blutkrebs erkrankt.

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29. November 2013, 21:45 Uhr

Anfangs schien alles ganz harmlos. Susanne stellte Schwellungen im Mundbereich fest und suchte ihren Zahnarzt auf. Dieser verwies sie an den Hautarzt, der zunächst ein kleines Blutbild machte. Ungewöhnliche Blutwerte machten ein großes Blutbild notwendig. Dann die erschütternde Diagnose: Blutkrebs! Susanne wurde sofort in die Asklepios-Klinik Hamburg-Altona eingewiesen. Zunächst versuchte man, den Blutkrebs mit Chemo zu behandeln, doch seit Ende Oktober steht fest: nur ein passender Stammzellspender kann ihr wirklich helfen. Ihre Geschwister wurden sofort getestet, kommen als Spender aber leider nicht infrage. Bislang war die weltweite Suche nach einem passenden Fremdspender für Susanne leider erfolglos.

Menschen und soziale Kontakte stehen bei Susanne an vorderster Stelle. „Dies ist der Grund, warum ich meinen Beruf als Fachkraft für die Betreuung Demenzkranker gewählt habe. Ich möchte den Menschen etwas geben. Und ich wünsche mir, dass ich mal im Alter genauso behandelt werde, wie ich mit den mir anvertrauten Menschen umgehe“, gibt die Mutter zu verstehen. Wenn man ihre Freunde fragt, wie sie die junge Frau beschreiben würden, bekommt man stets eine Antwort: Susanne ist ein Menschenfreund, empathisch und in allen Dingen großzügig. Und an erster Stelle stehen immer und zu jeder Zeit ihre beiden Kinder. „Susanne liebt ihre Jungs über alles. Sie ist eine echte Bärenmama“, berichtet eine gute Freundin.

Susanne interessiert sich für geschichtliche Dokumentationen und Biographien, gerne würde sie noch mehr lesen. „Allerdings bleibt mir mit Kindern, Arbeiten, Garten und Haushalt nur sehr wenig Zeit. Aber das ist in Ordnung“, lächelt sie. Und wenn sie einen Wunsch frei hätte? „Außer gesund zu werden? Eine Reise mit meinen beiden Jungs nach New York. Das ist ein echter, großer Traum von mir.“ Diese Antwort kommt spontan. Damit Susanne wieder gesund wird und ihr großer Traum vielleicht einmal in Erfüllung geht, organisieren ihre Freunde gemeinsam mit der DKMS eine Registrierungsaktion (wir berichteten bereits) und hoffen, dass möglichst viele Menschen aus der Region die Gewebemerkmale ihres Blutes bestimmen lassen. Jeder, der sich als potenzieller Stammzellspender in die DKMS aufnehmen lässt, ist eine weitere Chance für Patienten weltweit und kann vielleicht schon morgen zum Lebensspender werden. Die Aktion findet am Sonnabend, 7. Dezember, in der Zeit von 10 bis 16 Uhr in der Sporthalle der Grundschule Birkenallee statt. Landrat Oliver Stolz und Bürgermeisterin Andrea Hansen unterstützen die Aktion und werden vor Ort sein.

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