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Schachblumenfest : Super Jahr für die seltene Pflanze

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wer regelmäßig das Schachblumenfest besucht, musste sich am gestrigen Ostermontag etwas umgewöhnen. Die lila Blüte ist nur auf den zweiten Blick auf den Wiesen im Hetlinger Zwischendeichgelände zu erblicken. Es dominiert das Weiß des Wiesenschaumkrautes.

shz.de von
erstellt am 21.Apr.2014 | 20:21 Uhr

Dabei ist es ein ausgesprochen gutes Jahr für das seltene Liliengewächs. Statistisch sind vier Pflanzen pro Quadratmeter zu finden, erklärt Jochen Steinhardt-Wulff von der Arge Naturschutz Haseldorfer Marsch, die das Schachblumenfest zusammen mit dem Elbmarschenhaus organisierte. Die Mitglieder nutzen ein abgestecktes Gebiet zur Bestandserhebung.

Zwischen 4,1 und 0,9 Pflanzen pro Quadratmeter haben die Naturschützer in den vergangenen Jahren schon gezählt. Woran es liegt, dass die Population so wechselhaft ausfällt, kann der Schachblumenexperte nicht erklären. Immerhin braucht es mehrere Jahre, bis aus dem Samen eine blühende Pflanze wird.

Die ob des guten Wetters sich in den vergangenen Wochen rasant entwickelnde Vegetation ist auch dafür verantwortlich, dass schon einige Schachblumen verblüht sind, während andere ihre volle Pracht noch gar nicht entfalten konnten. Und rund zehn Prozent der fast geruchslosen Blüten sind weiß. Man muss also ganz genau hingucken, um sie unter dem Wiesenschaumkraut zu identifizieren. Den schönen Temperaturen der vergangenen Wochen ist es auch zu verdanken, dass das Schachblumenfest vergleichsweise früh im Jahr gefeiert werden konnte.

Beinahe hätte dies die Veranstaltung zum Flop werden lassen, denn als gestern gegen 11 Uhr die ersten Besucher kamen, hatte es gerade aufgehört zu regnen und der Wind blies auch nicht mehr so kräftig. Im Laufe des Nachmittags ließ sich die Sonne blicken, so dass Uwe Helbing, Nabu-Schutzgebietsbeauftragter aus dem Elbmarschenhaus bilanzieren konnte: „Schlecht begonnen, dann wurde es noch richtig gut.“

Informationen und eine Stärkung gab es auf einer Wiese hinter der zweiten Deichlinie für die Besucher, die vielfach per Drahtesel kamen. Die Arge verkaufte dort Schachblumenpflanzen damit die auch im heimischen Garten blühen können. Über einen Mangel an Zuspruch konnte sich Norbert Jaedicke nicht beklagen. Der Vorsitzende des Vereins „Tourismus in der Marsch“ konnte an dem TiM-Stand reichlich Material verteilen. „Die Leute sind interessiert“, berichtet er. Die Nachfrage nach den druckfrischen Broschüren für die neue Saison sei groß.

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