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XXL-Stromtrasse : „SuedLink“ parallel zur A20 planen

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Gegen die bevorzugte Hetlingen-Trasse der XXL-Stromtrasse „SuedLink“ haben acht Kommunen aus der Unterelberegion mit einer Resolution protestiert. An alle an dem Verfahren Beteiligten wurde die Note verschickt. Reagiert hat der Planer und zukünftige Betreiber der Gleichstromtrasse, die Tennet GmbH. Carolin Kürth und John-Karl Herrmann vom Unternehmen mit Sitz in Bayreuth trafen sich mit Bürgermeistern und Verwaltungsexperten im Amt Moorrege zum Meinungsaustausch.

In zwei wichtigen Punkten sehen sich die beiden Tennet-Vertreter allerdings nicht als die richtigen Ansprechpartner, wurde während des anschließenden Pressegesprächs klar. „Wir werden jetzt auf die Bundes- und Landtagsabgeordenten zugehen“, erklärte die Groß Nordender Bürgermeisterin Ute Ehmke (GuB).

So ist man in den sieben Dörfern plus der Stadt Uetersen der Meinung, dass SuedLink bei Glückstadt und parallel zur A20 gebaut werden sollte. Derzeit sind aber die Planungen im Raum Segeberg gestoppt und vorgesehen ist nur eine Trasse bis zur A7. „In Kiel steht man ein bisschen auf der Bremse“, so Ute Ehmke.

Die Kreis-Pinneberger Variante wird derzeit favorisiert aufgrund des „Bündelungsgebots“. So soll die Trasse dort gebaut werden, wo es bereits eine Belastung gibt, wie durch die großen Strommasten an der Hetlinger Schanze. In Glückstadt gäbe es eine Belastung, wenn der A20-Tunnel kommt.

Gern geklärt hätten die Politiker die Frage, in welchem Abstand Freilandleitungen zur Bebauung errichtet werden dürfen. Zwar schließt die Bundesimmissionsschutzverordnung eine Überquerung aus, doch ist nicht definiert, wie viel Distanz eingehalten werden muss. Die Bürgermeisterrunde lobt die Regelung in Niedersachsen, die aus ihrer Sicht in Schleswig-Holstein übernommen werden könnte. Dort muss ein Abstand von 400 Metern eingehalten werden.

Sollte doch die Hetlingen-Variante kommen, so fordern die Bürgermeister eine Erdverkabelung. Dringend notwendig wäre sie aus der Sicht des Neuendeicher Gemeindeoberhauptes Reinhard Pliquet (SPD) bei der Pinnau-Querung. Dort gibt es bereits drei Stromtrassen und für eine vierte wäre gar kein Platz. www.suedlink.tennet.eu/suedlink.html

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erstellt am 26.Nov.2014 | 19:19 Uhr

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