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Uetersener Nachrichten

21. Oktober 2017 | 13:20 Uhr

Feuerwehreinsatz : Sturm legt alte Bäume flach

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Am Dienstag ist eine große Linde im Bereich der früheren Finkenbrookschule umgestürzt. Eine heftige Windböe hat sie flach gelegt. In dem angrenzenden Backsteinbau befinden sich jetzt die „Uetersener Tafel“ und das Sozialkaufhaus Uetersen. Die Linde, äußerlich völlig gesund und voll belaubt, war in ihrem Inneren völlig zerstört. Ein sogenannter „Brandkrustenpilz“ hatte sichtbare Spuren hinterlassen. Der gesamte untere Stammbereich bis hinein in die Wurzeln waren von dem Pilz betroffen.

shz.de von
erstellt am 29.Mai.2011 | 19:06 Uhr

Der Brandkrustenpilz, sagen Baumexperten, zählt zu den gefährlichen Schadpilzen. Und das, weil die Bäume äußerlich noch lange gesund aussehen, durch stärkere Winde – wie geschehen aber leicht brechen können. Im Bereich der Finkenbrook stehen noch weitere alte Linden, die nun auf diesen Pilz hin untersucht werden sollen. Baumexperte Sönke Martens aus Wacken will sich alle am Dienstag anschauen. Dafür wird er Teile der Wurzeln aufgraben.

Ob Bäume gefällt oder nur beschnitten werden müssen, wird er nach der Inaugenscheinnahme entscheiden. Die umgestürzte Linde hätte um ein Haar zwei Autos zerstört. Die Pkws, die betroffen gewesen wären, sind etwa zwei Stunden vorher entfernt worden. Weitaus schlimmer hätte es am Donnerstag ausgehen können. In unmittelbarer Nähe des Fußweges Hebbelstraße/Verbindung zum Tornescher Weg ist, nach einer erneuten Windböe, eine Linde umgefallen. Diesmal war die Ursache kein Pilzbefall - der Wurzelbereich war vielmehr morsch und zum Teil auch abgefault. Zeitgleich zum Sturmereignis spielten auf der Grasfläche Kinder. Einer den Jungen erzählte: „Ich habe gespürt, dass der Boden vibriert hat, bevor der Baum umgefallen ist.“

Ein Spielkamerad habe sich nach Angaben des Kindes zum Zeitpunkt der Windböe nur einen Meter von der Stelle entfernt befunden, auf die der Baum gefallen sei. Der Kronenbereich des etwa 18 Meter hohen Baumes versperrte den Fußweg. Die Feuerwehr musste anrücken und einige Äste absägen, damit der Weg wieder passiert werden konnte.

Unschöne „Begleitmusik“ beim Einsatz: Eine Radfahrerin zeigte sich höchst uneinsichtig und wollte unbedingt den gesperrten Bereich passieren. Das machte sie auch mithilfe ihrer Fahrradklingel deutlich. Als die Feuerwehr ihr den Durchgang verweigerte, mussten sich die Einsatzkräfte unschöne Worte von der Dame gefallen lassen. Letztendlich wählte sie dann doch die Umleitung. Ihr Weg wurde dadurch um rund 100 Meter länger.

Fazit der beiden geschilderten Fälle: Die Standfestigkeit von Bäumen kann nicht alleine von ihrem äußeren Erscheinungsbild abgeleitet werden. Manchmal ist eine Beurteilung erst nach einer gründlichen Inspektion eines Sachverständigen möglich. Die Uetersener Nachrichten bleiben dran am Thema „Bäume“.

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