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Uetersener Nachrichten

12. Dezember 2017 | 19:47 Uhr

Stückeschreiber gesucht!

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Werbung für einen neuen Wettbewerb will Gerhard Richert machen. „Wir haben funktionierende niederdeutsche Theatergruppen in der Region“, sagt der Haselauer, „wie die Hetlinger Laienspielbühne, die Seestermüher „Speeldeel ut de Masch’ und die ,Elmshorner Speeldeel’.“ Die würden gute Aufführungen auf die Bühnenbretter bringen.

shz.de von
erstellt am 14.Jan.2014 | 21:23 Uhr

Doch an einem mangelt es Schleswig-Holstein-weit den Laienspielbühnen. „Uns fehlen gute Stücke“, stellt der Chef der Speeldeel aus der Krückaustadt fest. Es gebe ältere Schauspiele, von denen ein paar auch heute noch aktuell seien. Regisseure behelfen sich gern mit Übersetzungen aus dem Hochdeutschen. „Das sind aber nicht die für uns typischen Stücke“, kritisiert Richert.

Deswegen ist vom „Niederdeutschen Bühnenbund Schleswig-Holstein“ der „Konrad-Hansen-Preis 2014“ ausgelobt worden. „Es ist unser großer Wunsch, dass wir Theaterstücke über unser Land und unsere Region bekommen“, hofft der Marschmer. Lebesnnah, unterhaltend und kritisch sollen sie sein. Konrad Hansen war einer der

wichtigsten Autoren des niederdeutschen Theaters. Er starb 2012 und hat den Bühnen 35 vielgespielte Werke hinterlassen, wie „Bett un Fröhstück“, „Ein Matjes singt nicht mehr“ und „Labskaus un Schampanjer“. Der Kieler brachte auch sperrige Themen auf die Bühne und eckte damit schon mal an. Hansen hat als Intendant das Hamburger Ohnsorg-Theater wesentlich geprägt. Der Regisseur machte es zu einem zeitgenössischen Volkstheater.

Ausgeschrieben wurde der Wettbewerb für ein abendfüllendes Theaterstück und für ein Jugendtheaterspiel von mindestens 30 Minuten Länge. Je 1000 Euro sind vom Bühnenbund ausgeschrieben worden. Die Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein unterstützt das Projekt. Einsendeschluss ist der 15. Juni.

Wer sich berufen fühlt, aber ein bisschen unsicher ist, kann sich mit Richert in Verbindung setzen. „Man muss ja nicht alles selber machen“, so das Theater-Urgestein. Wenn jemand eine gute Idee hat, könnte er mit jemandem zusammengebracht werden, der des Plattdeutschen mächtig ist. Der Theatermacher ist unter Telefon 04122/82066 erreichbar. „Der neue Wettbewerb soll die Eigenständigkeit des Niederdeutschen in den regionalen Theaterlandschaften verdeutlichen“, erklärt der Bühnenbund-Vorsitzende Wolfgang Börnsen. Wenn es nach den Theaterleuten geht, soll es demnächst eine weitere Aufwertung geben. Die drei norddeutschen Bühnenbunde möchten ihre Arbeit zum UNESCO-Weltkulturerbe erklären lassen. www.buehnenbund.com

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