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Uetersener Nachrichten

24. November 2017 | 08:25 Uhr

Ausbau : Stromtrasse beschlossen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Nun ist es so weit: Das Amt für Planfeststellung Energie beim Energiewendeministerium Schleswig-Holstein hat den Planfeststellungsbeschluss für die 380-Kilovolt-Stromtrasse „Hamburg-Nord/Dollern“ erlassen, die durch viele Gemeinden im Kreis Pinneberg führt. Die voraussichtlich etwa 30 Kilometer lange Leitung ersetzt die bestehende 220-Kilovolt-Leitung. Die Aufrüstung ist notwendig geworden, um den Strom aus den Nordseewindparks endlich verlustarm über die Elbe transportieren zu können. Noch zahlt das Land Schleswig-Holstein den Windparkbetreibern rund 29 Millionen Euro Entschädigung im Jahr, weil der produzierte Strom mangels Leitungen nicht verkauft werden kann.

shz.de von
erstellt am 19.Apr.2013 | 21:34 Uhr

„Nun können wir mehr erneuerbaren Strom aus Schleswig-Holstein über die Elbe transportieren. Das ist ein wichtiger Schritt für die Energiewende und ein weiterer wichtiger Beitrag zur Netzstabilität im Großraum Hamburg“, sagte Energiewende-Staatssekretärin Ingrid Nestle. „Uns ist bewusst, dass jedes Netzausbauprojekt ein erheblicher Eingriff in den Lebensraum von Mensch und Umwelt ist und deshalb haben wir mit viel Engagement nach guten Lösungen vor Ort gesucht“, so Nestle weiter. Im Anhörungsverfahren ist es dem niederländischen Vorhabenträger „TenneT“ in mehreren Orten gelungen, Anregungen und Bedenken von Bürgern aufzugreifen. So ließ sich der Trassenverlauf im Sinne des Wohnumfeldschutzes beispielsweise in den Bereichen Kummerfeld und Moorrege verschieben. Grundstückseigentümer hatten sich dort kompromissbereit gezeigt. „Mancherorts ist es gelungen, im Konsens zwischen Beteiligten besonders schwierige Streckenabschnitte zu entschärfen und Lösungen zu finden, die vor Ort gewünscht wurden“, betonte Nestle. Der Planfeststellungsbeschluss wird mittels Bekanntmachungen im Amtsblatt Schleswig-Holstein am 22. April, Tageszeitungen sowie Bekanntmachungsblättern zugestellt. Er liegt vom 7. Mai bis einschließlich 21. Mai 2013 zur Einsichtnahme in den betroffenen Gemeinden und Amtsverwaltungen bereit. Danach kann er beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein, Amt Planfeststellung Energie, von Betroffenen und jenen, über deren Einwendungen entschieden wurde, angefordert werden. Mit dem Planfeststellungsbeschluss erhält die „TenneT“ das Baurecht. Etwaige Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss, wie sie von der Gemeinde Quickborn erwartet werden, entfalten jedenfalls keine aufschiebende Wirkung.

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