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Jahrbuch 2016 : Streifzug durch Geschichte der Region

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wie zeigte sich der Antisemitismus in Quickborn? Wie half der Elmshorner Pädagoge Alfred Heuer, Bilder von Emil Nolde während des NS-Regimes in Seestermühe zu verstecken? Und was hat Ludwig Meyn mit den Gebrüdern Grimm zu tun?

shz.de von
erstellt am 20.Nov.2015 | 21:29 Uhr

Im 48. Jahrbuch des Kreises Pinneberg, das ab sofort im Buchhandel erhältlich ist, gehen 14 Autoren diesen und anderen Fragen nach, die ein Schlaglicht auf die spannende Geschichte der Städte und Gemeinden in der Region werfen und manches Geheimnis lüften. Es ist ein kurzweiliges und gut verständliches Werk, das am Donnerstag offiziell vorgestellt wurde. „Wir legen Wert darauf, dass die Artikel gut lesbar und nicht zu lang sind“, sagte Annette Schlapkohl, die nach 15 Jahren im Redaktionsteam für dieses Jahrbuch nun erstmals dessen Leitung übernommen hat. Und so sind die Aufsätze im Durchschnitt sechs Seiten lang, reich bebildert und mit Karten und Tabellen angereichert. Thematisch schlägt das Heimatkundliche Jahrbuch für den Kreis Pinneberg einen Bogen von Elmshorn und Hörnerkirchen über Tornesch und Wedel bis hin nach Barmstedt, beschäftigt sich mit Natur und Geologie, Wirtschaftsgeschichte, Volkskunde und Sozialgeschichte. Diese Bandbreite erfordert sorgfältige Vorarbeit und eine gezielte Auswahl der Texte, die schließlich erscheinen sollen. Gerne sprechen die Mitglieder des Redaktionsteams potenzielle Autoren an und bitten um Beiträge. „Viele der Artikel werden aber auch an uns herangetragen“, sagte Annette Schlapkohl. Die stellvertretende Kreispräsidentin Sabine Schaefer-Maniezki lobte in ihrem Grußwort das Engagement der Autoren. „Ich bewundere, mit welcher Leidenschaft und Sachkenntnis Sie für das Jahrbuch tätig sind“, sagte sie. Gleichzeitig bezeichnete sie die Arbeit der Heimatforscher als „unbezahlbaren Beitrag zum Erhalt geschichtlichen Wissens“.

Das Buch, dem Nachrufe für drei langjährige und verdiente Mitglieder des herausgebenden Kreisheimatverbandes vorangestellt wurden, beinhaltet zudem ein Portrait des Schlapkohl-Vorgängers Dieter Beig und einen Einblick in das „Hatzburger Brüchegeld-Register“, herausgegeben vom Wedeler Stadtarchiv. Kosten: um 15 Euro.

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