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Dessaus Kamp : Straßenausbau kostet eine Million

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Nach der Wassermühlenstraße, der Straße Katzhagen, der Gerhart-Hauptmann-, der Hochfeldstraße und dem Ahornweg soll 2016 der Dessaus Kamp ausgebaut werden. Und zwar ebenfalls kostenpflichtig für die Anwohner (85 Prozent der umlagefähigen Kosten). Das Projekt wurde von Wolfgang Rauchfuß-Kelle während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bau-, Umwelt- und Verkehrswesen erläutert.

Man sei hinsichtlich der Bodenuntersuchung weit fortgeschritten, so der Ingenieur. Kampfmittel gebe es im Untergrund keine, wohl aber starke PAK-Belastungen, ähnlich wie am Ahornweg. Zum Teil sei der Untergrund derart verschmutzt, dass er ausgekoffert und das Material deponiert werden müsse. Der Ausbau werde daher auch von einem Bodengutachter begleitet. Parallel zur Neugestaltung der Straßenoberfläche wird am Dessaus Kamp die Schmutz- und Regenwasserkanalisation erneuert, zum Teil mithilfe des grabenlosen Verfahrens, zum Teil aber auch in offener Bauweise.

Die Fahrbahn selbst wird 5,50 Meter breit, begleitet wird diese von einem Fußweg. Beidseitig der Straße werden Wasserläufe eingebaut. Das Beleuchtungskonzept wird nach Bürgerhinweisen noch einmal überprüft, es soll nur soviel Licht „in die Straße“, wie notwendig ist. Bürger hatten ein „Zuviel“ an Licht erkannt. Die Gesamtkosten der 350 Meter langen Straße belaufen sich auf 950000 Euro, der Stadtanteil (zum Teil umlagefähig) beläuft sich nach diesen Schätzungen auf 747500 Euro.

Am 10. Dezember gibt es im Rathaus eine Anwohnerversammlung. Mit dem Ausbau soll Mitte Mai 2016 begonnen werden. Die Straße wird dabei voll gesperrt, die Anwohner sollen jedoch auch während der Bauphase Gelegenheit haben, ihre Grundstücke zu befahren. Die Oberflächengestaltung erfolgt wieder mit Betonpflaster, wobei diagonal gepflastert wird. Das, so Rauch-fuß-Kelle, sei geräuschärmer.

Die Politiker nahmen die Ausführungen des Ingenieurs zur Kenntnis, wunderten sich jedoch über die Höhe der Gesamtkosten. Geschätzt worden waren Kosten in Höhe von 450000 Euro (städtischer Anteil), das, so die Verwaltung, sei aber lediglich eine „Hausnummer“ gewesen.

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erstellt am 06.Dez.2015 | 22:03 Uhr

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