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Uetersener Nachrichten

18. Dezember 2017 | 20:11 Uhr

Klimawandel : Strandbad Uetersen: Nur Fiktion?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ohne Deiche drohte Elmshorn schon heute mindestens zwei Mal täglich im Wasser zu versinken.

shz.de von
erstellt am 16.Nov.2011 | 20:52 Uhr

Grund dafür ist der in den vergangenen 60 Jahren um 20 Zentimeter angestiegene Meeresspiegel. Das drei Meter höherliegende Uetersen wäre ein Strandbad. Dr. Insa Meinke vom Norddeutschen Klimabüro des Helmholtz-Zentrums Geesthacht, referierte am Dienstag im Kreishaus vor rund 90 Zuhörern aus Verwaltung und Kommunalpolitik über die neuesten regionalen Prognosen zum bevorstehenden Klimawandel. Dabei machte sie deutlich, dass die Auswirkungen der Vergangenheit nicht allein auf natürliche Faktoren zurück zu führen ist. Der Anteil der Menschen habe immer mehr zugenommen. Unter anderem konnten die Forscher einen Temperaturanstieg von 0,8 Grad messen. Und auch wenn wir den Sommer 2011 als verregnet wahrgenommen haben: Real haben die Regenfälle in den vergangenen dreißig Jahren um bis zu 30 Prozent abgenommen. Der zugenommene Meeresspiegel erhöhe zudem das Risiko einer Sturmflut. Auch in den kommenden Jahren wird sich die Erderwärmung weiter beschleunigen, die Sommer werden um bis zum fünf Grad wärmer, bei weiter abnehmendem Niederschlag in den Sommermonaten. Die Winter hingegen sollen deutlich feuchter werden. Bis zu 40 Prozent mehr Niederschläge, die auf Grund der Erderwärmung auch als Regen auf die Erde kommen. Damit verbunden ist ein weiterer Anstieg des Meeresspiegels zwischen 20 und 80 Zentimetern.

„Wenn man dann noch die wasserbaulichen Maßnahmen wie die Elbvertiefung betrachtet, steigt die Gefahr von Sturmfluten deutlich“, so Dr. Insa Meinke, die zudem davor warnte, dass die höheren Wasserstände auch eine Überlastung der Deiche zur Folge hätte. „Wenn wir zehn Prozent mehr Grünflächen hätten, könnten wir die Erderwärmung um drei bis vier Grad abmildern.“ Ein Zeichen an all die Städtebauplaner, die immer mehr Grünflächen zugunsten des Siedlungsbaus vernichten wollen. Genau zu den gleichen Ergebnissen wie Dr. Meinke kommt auch der aktuelle Report der UNO zum Klimawandel, der heute vorgestellt wird.

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