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Uetersener Nachrichten

19. August 2017 | 19:40 Uhr

POMM 91 : Stiller Beobachter von Alltagsszenen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wer den Tornesch-Kalender 2015 zuhause hat, den begleiten die 1926 von dem Hobbyfotografen Willi Seck (1907-1988) aufgenommenen Bilder durch das Jahr.

Nun haben auch diejenigen, die den beliebten Jahresbegleiter der Kulturgemeinschaft nicht besitzen, die Möglichkeit, sich Fotos von Willi Seck aus den 1920er Jahren anzusehen. Und zwar im Foyer der Begegnungsstätte POMM 91. Die Ausstellung mit den Schwarz-Weiß-Fotografien in unterschiedlichen Formaten stellt eine Ergänzung zum Tornesch-Kalender dar. Denn nur das Foto „Baby auf einem Fell“ ist Bestandteil des Kalenders.

Die Mitglieder des Arbeitskreises Archiv der Kulturgemeinschaft, die in jedem Jahr den Tornesch-Kalender erstellen, haben auch die Foto-Präsentation zusammengestellt und die Vitrinen mit Exponaten bestückt.

Darunter zwei Foto-Glasplatten, die aus dem Nachlass von Willi Seck stammen. Mehr als 400 Glasplatten, mit denen Willi Seck fotografiert hat, sind im Archiv der Kulturgemeinschaft als Zeugnisse historischer Fotografie sicher untergebracht. Auch eine Glasplattenkamera, wie sie wohl Willi Seck verwendet haben muss, ist im POMM 91 zu sehen. Die historische Kamera hat die Firma Lavorenz als Leihgabe für die Ausstellung zur Verfügung gestellt. Ingrid Hansen, Mitglied des Arbeitskreises Archiv der Kulturgemeinschaft, hatte Kontakt zum Foto-, Buch- und Schreibwarenfachgeschäft Lavorenz aufgenommen.

Auf den aus den Glasplatten erstellten und für die Ausstellung ausgewählten Fotos sind Alltagsszenen, Stillleben, Porträts und Stadtansichten von Hamburg und Uetersen zu sehen. Auch einen Autounfall hat Willi Seck festgehalten. Und offenbar ist er auf einem Bild sogar selbst zu sehen vor der Tür zu einem Baderaum in der 1926 eröffneten Uetersener Badeanstalt. Vielleicht sollte dieses Foto nie in die Öffentlichkeit gelangen, denn der abgelichtete junge Mann ist unbekleidet. In vielen seiner Fotos hat Willi Seck festgehalten, wie selbstbewusst und zum Teil sehr modern junge Leute der 1920er Jahre auch in Ahrenlohe, Esingen und Uetersen waren. Die meisten der ausgestellten Fotos sind mit Erläuterungen versehen. Es liegt aber auch eine Mappe für Eintragungen von Besuchern der Ausstellung aus, die Informationen zu den Fotos geben können.

„Viele Hinweise hat uns der hochbetagte Kurt Schmidt gegeben. Er wurde von Willi Seck als Kind fotografiert. Und bei meinen Vorträgen mit Bildern von Willi Seck im Museum Mölln-Hof und beim Uetersener Altstadtfest erkannten Anwesende Personen und Gebäude auf den Fotos. Wir sind für weitere Hinweise, die Aufschluss geben können, wer oder was auf den Bildern zu sehen ist, sehr dankbar“, laden Annette Schlapkohl, Leiterin des Arbeitskreises Archiv der Kulturgemeinschaft, und ihre Mitstreiterinnen zum Besuch der Ausstellung ein.

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erstellt am 15.Sep.2015 | 21:15 Uhr

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