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Nicht öffentlich : Steht Amt Haseldorf vor dem Aus?

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wird das Amt Haseldorf den Jahreswechsel überstehen? Oder werden sich die zugehörigen Dörfer Hetlingen, Hasel-au und Haseldorf ab 2016 dem Amt Moorrege anschließen? Die Gemeinden stehen vor der Entscheidung. Bis Ende 2006 gehörten sie der Amtsverwaltung Haseldorf an. Anfang 2007 übernahm Uetersen deren Aufgaben. Doch zum Jahresende wird der Dienstleistungsvertrag zwischen der Stadt und den Dörfern turnusgemäß auslaufen. Wird er verlängert werden?

shz.de von
erstellt am 05.Nov.2015 | 20:39 Uhr

Darüber berieten die Haselauer und Haseldorfer Gemeindevertreter am Mittwoch während einer gemeinsamen Sondersitzung hinter verschlossenen Türen. Welche Richtung sie bevorzugen, verrierten die Bürgermeister gestern nicht. Uwe Schölermann aus Haseldorf sagte: „Wir werden jetzt Gespräche in den Fraktionen und in der Gemeindevertretung führen.“

Bei der nächsten Sitzung des Amtsausschusses sollen Beschlüsse aus den drei Dörfern vorliegen, die aber nur empfehlenden Charakter haben werden. „Die Entscheidung erfolgt im Amtsausschuss“, sagte Michael Koch, der die Sitzung im Haseldorfer Hof vonseiten der Uetersener Verwaltung begleitete.

Die Hetlinger Bürgermeisterin Monika Riekhof antwortete gestern auf die Frage, mit welcher Verwaltung sie künftig zusammenarbeiten wolle: „Dazu gebe ich keine Auskunft. Wir sind noch in Vertragsverhandlungen.“ Sie verriet nur so viel: Eine Arbeitsgemeinschaft mit jeweils drei Vertretern aus jeder Kommune habe Gespräche mit Rainer Jürgensen, Direktor des Amts Moorrege, sowie mit der Uetersener Bürgermeisterin Andrea Hansen und ihrer Büroleiterin Bärbel Voß geführt. Beide Verwaltungen hätten ihre Verträge vorgestellt. Schölermann berichtete, dass die Ergebnisse aus diesen Gesprächen den Gemeindevertretern am Mittwoch vorgestellt worden seien. Sein Haselauer Kollege Rolf Herrmann war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Monika Riekhofs Vorgängerin Barbara Ostmeier beklagte gestern in einer Pressemitteilung die aktuelle Ungewissheit. „Ich hätte mich gefreut, wenn Hetlingen ein klareres Votum geäußert hätte“, sagte sie. Die Bürgermeisterin solle mit einer Zielvorstellung in die Verhandlungen hineingehen und diese auch kommunizieren.

Barbara Ostmeier forderte als Bürgerin von Hetlingen den Erhalt des Amts Haseldorf. Unter dem Dach des Amts Moorrege würde die Gemeinde nur noch eine von zehn Kommunen darstellen. „Die Stimmgewichtung wird anders sein“, so Barbara Ostmeier. Die Gemeinden verlören Entscheidungsfreiheit. Zudem unterständen sie dann einem Amtsdirektor. „Das schmälert die Position des Ehrenamts“, sagte sie. Der Wechsel von der Stadt zum Amt befördere darüber hinaus nicht etwa die Bürgernähe der Verwaltung. Sowohl Uetersen als auch das Amt Moorrege wären inklusive der H-Dörfer für rund 20000 Einwohner zuständig. Und ob die Chemie der Zusammenarbeit hier oder dort besser sei, hänge von Personen ab, die jederzeit wechseln könnten. „Ich hatte anfangs extreme Schwierigkeiten mit Uetersen, aber wir haben uns zusammengerauft“, sagte sie und betonte. Eine Auflösung des Amts Haseldorf träfe sie als Bürgerin sehr.

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