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A23-Verkehrsgutachten : Stau-Ende erst 2021 in Sicht

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die von vielen Hamburg-Pendlern ersehnte Freigabe des Standstreifens der A 23 als dritte Fahrspur, lässt noch auf sich warten. Frühestens 2021 können die Autofahrer mit dieser Form der effektiven Stauvermeidung rechnen. Kurz- bis mittelfristig könnten neue Ampelanlagen, die den Auto-Zufluss auf die Autobahn regulieren, für eine Verbesserung im Verkehrsablauf sorgen.

shz.de von
erstellt am 24.Feb.2015 | 19:53 Uhr

Das ist das Ergebnis eines aktuellen Verkehrsgutachtens, dem die Fragestellung „Wie kann der Verkehrsfluss auf der A 23 im Bereich der Landesgrenze Hamburg/Schleswig-Holstein bis in den Raum Pinneberg optimiert werden?“ zugrunde liegt. In einer gemeinsamen Pressekonferenz in den Räumen der Kfz-Zulassungsstelle Pinneberg präsentierten Torsten Conradt, Direktor des Landesbetriebes für Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein, Landrat Oliver Stolz und Jörn Kruse, Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft, Regionalentwicklung und Verkehr des Kreises Pinneberg, die Ergebnisse.

Bevor die Standspurfreigabe umgesetzt werden kann, muss zunächst der Bund sein OK geben. Voraussetzung ist die Grundsatzentscheidung, die A23 in dem Bereich sechsspurig auszubauen. Der Aufwand ist groß: Erforderlich sind der Anbau von Beschleunigungs- und Verzögerungsstreifen, der Bau von Nothaltebuchten und der Neu- beziehungsweise Umbau von Brücken, Schilderbrücken und Anzeigetafel, sogenannten Streckenbeeinflussungsanlagen. Anschließend folgt ein Planfeststellungsverfahren mit Ausschreibungen. Auch das kostet Zeit.

„Anfang der 80er Jahre lagen die Prognosen für 2010 für die A23-Nutzung bei 40000 Fahrzeugen pro Tag“, sagte Stolz. Das jetzige Gutachten ermittelte in Spitzenzeiten 75000 Fahrzeuge pro Tag. „Wir brauchen gezielte und geeignete Maßnahmen, die für eine Entlastung der A23 sorgen – auch im Hinblick auf unser örtliches Straßensystem und eine bessere ökonomische und ökologische Nutzung unserer Straßen“, ergänzte der Landrat. „Wir hoffen auf eine zeitnahe Lösung“, so Ausschussvorsitzender Kruse. Der Ausschuss wolle und werde alles tun, um eine Verbesserung für die Menschen in der Region hinzubekommen. Keine Auswirkung auf die Staubildung hat dem Gutachten zufolge die Zusammenführung von A7 und A 23. Für die Verkehrsstockung sollen ausschließlich das Verkehrsaufkommen aus dem Bereich der A23 und die zahlreichen Auffahrten auf relativ kurzer Strecke verantwortlich sein.

Das Verkehrsverhalten der routinierten Staufahrer entspräche nicht dem, was in der Fahrschule vermittelt werde, sei aber effektiv, so Conradt. Die Autobahnnutzer halten kaum einen Sicherheitsabstand ein und durchfahren den Bereich mit durchschnittlich 90 Stundenkilometern. Dadurch „schaffen“ es in Spitzenzeiten bis zu 4200 Kraftfahrzeuglenker den Kreis Pinneberg in Richtung Hamburg zu passieren. „Mehr geht nicht“, sagte Conradt. Die Umwandlung der Standspur in eine Fahrspur konnte für die A7 unkomplizierter realisiert werden, weil hier baulich weniger verändert werden musste und weil es in dem Bereich weniger Autobahnauf- und -abfahrten gibt.

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