Verkehrsentwicklungsplan : Stau auf Tornescher Straßen bleibt

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Der im Bauausschuss von einem Mitarbeiter des Wasser- und Verkehrskontors Neumünster vorgestellte Entwurf des von Tornesch in Auftrag gegebenen Verkehrsenwicklungsplanes hat die Sprecher der Interessengemeinschaft (IG) Südtangente Michael Krüger und Jürgen Körner enttäuscht.

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12. Dezember 2014, 18:49 Uhr

„Da sind keine Vorschläge gekommen, wie Tornesch wirklich von den aktuellen und zu erwartenden Verkehrsströmen entlastet werden kann“, so die beiden Gegner der geplanten K22-Trasse mitten durch Esingen. Und sie können kaum glauben, dass zur Verbesserung der Verkehrssituation am Prisdorfer Bahnübergang ein Tunnel vorgeschlagen wurde. Den hatten sie bereits vor sechs Jahren im Zusammenhang mit einer K22-Alternativ-Trassenführung ins Spiel gebracht. Ihre K22-Südumgehung von Esingen hatte diese Eisenbahnquerung mit Weiterführung des Verkehrs Richtung Autobahn beinhaltet.

Doch der IG wurde von den K22-Planern in Kreis und Land keine Aufmerksamkeit geschenkt, es wurden die 30 Jahre alten Pläne zur K22 über den Wischmöhlenweg mit Fortführung über die Kreuzung in Esingen zur Anbindung an den Großen Moorweg weiter verfolgt. Und diese Planung sieht einen Tunnel in Höhe Kaffeetwiete als Bahnquerung vor. „Niemand kann doch glauben, dass es zum K22-Tunnel einen Tunnel am Bahnübergang Prisdorf geben wird. Aber die Untersuchung des Wasser-Verkehrskontors hat ergeben, dass der Bahnübergang in Prisdorf in acht Stunden 4,5 Stunden geschlossen war. Und wenn künftig noch mehr Züge unterwegs sind, wird die Schließzeit noch steigen“, macht Michael Krüger deutlich.

Da die Mitglieder der IG-Südtangente nicht davon ausgehen, dass der Kreis in den Haushalt 2015/2016 Mittel für die Umsetzung der K22 einstellt und sie sicher sind, dass es gegen den K22-Planfeststellungsbeschluss erneut Klagen geben wird, wollen sie die Chance nutzen, und ihre Variante der Südumgehung mit Tunnel in Prisdorf und Anbindung an die Westumgehung Pinneberg noch einmal nutzen. „Wir sind nicht gegen eine K22, aber gegen die Verschleuderung von 30 Millionen Euro Steuergeldern, wenn es doch eine sinnvollere Lösung geben könnte“, betonen Michael Krüger und Jürgen Körner.

Sie wollen die Tornescher Sozialdemokraten und die Liberalen ansprechen, ob sie an konstruktiven Gesprächen „über eine K22 als Verkehrslösung, die Tornesch wirklich entlastet“, interessiert sind. „Es kann doch nicht sein, dass man einem Verkehrsentwicklungsplan folgt, in dem trotz K22 auf der geplanten Trasse die Verkehrssituation auf Tornescher Kontenpunkten nur von ganz schlecht auf schlecht verbessert wird. Diese Erkenntnis hat nun mal der Verkehrsentwicklungsplan gebracht. Man muss sich dem Ergebnis stellen“, hoffen Michael Krüger und Jürgen Körner auf ein Umdenken.

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