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Uetersener Nachrichten

22. Oktober 2017 | 05:11 Uhr

Spatenstich : Startschuss für Wohnprojekt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die gemeinnützige AWO Bildung und Arbeit GmbH mit Sitz in Itzehoe investiert in diesem Jahr 1,5 Millionen Euro am Standort Pinneberg. Das Geld fließt in den Bau von zwölf Wohneinheiten für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Ziel ist ein weitgehend selbstbestimmtes Leben und damit größtmögliche Teilhabe.

shz.de von
erstellt am 21.Jan.2016 | 19:08 Uhr

Mit dem Neubau wird eine Lücke in der Pinneberger Mühlenstraße geschlossen. Hier stand einst das „Walter-Dunkel-Haus“, eine Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Pinneberg, die inzwischen abgerissen wurde. Grund: Der Flachdachbau war sanierungsbedürftig, entsprach nicht mehr dem Stand der Technik und passte nicht in die Umgebung.

Das soll sich nun ändern. Geplant ist ein Passivhaus mit entsprechend geringen Heizkosten. Zudem soll sich der dreigeschossige Bau harmonisch in die Umgebung einfügen. „Das Konzept von Architekt Stefan Blohm sieht eine helle und offene Gestaltung der Räume, verschiedene Aufenthaltsmöglichkeiten, Ladestationen für Rollstühle sowie Begegnungsmöglichkeiten in jedem Stockwerk vor“, sagte Martin Meers, Geschäftsführer der AWO Bildung und Arbeit, während eines symbolischen ersten Spatenstichs.

Die Bagger sind bereits vor Ort, die Arbeiten haben früher als ursprünglich geplant begonnen. Das offene Wetter macht es möglich! „Das kommt uns entgegen“, sagte Martin Meers. Das neue Wohnhaus entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft zu zwei weiteren Wohngebäuden der Stiftung „Wir helfen uns selbst“, die auch das neue Projekt betreuen wird.

Potenzielle Mieter sind Menschen, die zwar über ein gewisses Maß an Selbstständigkeit verfügen und deshalb nicht zwingend in einer Wohngemeinschaft leben müssen, die aber ohne Betreuung und Förderung nicht zurecht kommen. Dabei spielen auch körperliche Einschränkungen eine Rolle, die nicht selten mit psychischen Erkrankungen einhergehen. „Das im Kreis Pinneberg bisher einzigartige Wohnangebot folgt dem Gedanken der Inklusion“, so Meers.

Beim Umzug in die Wohnungen werden die zukünftigen Mieter von Mitarbeitern begleitet, die ihnen vertraut sind, so dass Eingewöhnung und Umstellung erleichtert werden. Sorge, das Angebot könnte nicht im gewünschten Umfang genutzt werden, hat Martin Meers nicht. Der Bedarf an ambulanten Wohnformen sei riesig, sagte er. Die Bauarbeiten sollen bis Ende des Jahres dauern, so dass die Wohnungen Anfang 2017 bezugsfertig sein könnten.

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