EU-Fördergelder : Startschuss für die neue AktivRegion

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Nun hat die AktivRegion auch ihren Segen aus Kiel. Die neue Entwicklungsstrategie ist durch das Ministerium für den Ländlichen Raum anerkannt worden. Der Verein wird also auch in der Förderperiode 2015 bis 2020 EU-Gelder einsetzen können. „Wir freuen uns, mit der Anerkennungsurkunde von Robert Habeck, Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, bald unsere erfolgreiche Arbeit zur Stärkung der Region fortsetzen zu können“, erklärt der Vorsitzende Jürgen Manske.

shz.de von
08. Januar 2015, 19:09 Uhr

Damit ist die AktivRegion auch zukünftig wieder eine von vermutlich 22 AktivRegionen im Land Schleswig-Holstein. Voraussichtlich wird die Europäische Union knapp drei Millionen Euro zur Verfügung stellen.

Der eingetragene Verein der „AktivRegion Pinneberger Marsch & Geest“ wird auch zukünftig über die Verwendung der Mittel entscheiden. „Interessierte können ab sofort wieder ihre Projektideen beim Verein einreichen“, so Manske. Die Auswahl trifft der Vorstand. Entscheidend ist, wie gut das Projekt zur Umsetzung der nun offiziell anerkannten Strategie beiträgt. Wie bei der Erstellung der Strategie im vergangenen Jahr sind erneut die Menschen aufgerufen, die regionalen Prozesse mit zu gestalten.

Die neue Entwicklungsstrategie, die von der Mitgliederversammlung im September 2014 beschlossen wurde, umfasst vier Förderschwerpunkte. Sie spiegeln sich in den Kernthemen „Ortskerne zukunftsfähig gestalten“, „Mit Ressourcen nachhaltig umgehen“, „Land und Natur erleben“ sowie „Lokale Bildungslandschaften aufbauen und stärken“ wider. Projekte, die sich einem dieser Kernthe-men zuordnen lassen und somit dem Entwicklungspotential der Region Rechnung tragen, können von einer Förderung von bis zu 80 Prozent der Nettokosten profitieren.

Doch es gibt einen Wermutstropfen: „Mit der Bewilligung erster Projektgelder rechne ich ab Mitte des Jahres“, sagte Jürgen Manske. Noch seien zwischen der EU und dem Land Schleswig-Holstein nicht alle Formalitäten endgültig geklärt und weitere Verhandlungen nötig. Erst dann könnten wieder Fördergelder bewilligt werden.

Der Vorstand der AktivRegion ruft dennoch dazu auf, sich über die neue Strategie zu informieren und bei einem geeignet erscheinenden Projekt nicht zu zögern, sich mit seiner Projektidee an den Verein zu wenden.

www.aktivregion-pinneberg.de

23 Millionen Euro investiert

Eine Erfolgsstory war die AktivRegion Pinneberger Marsch & Geest bereits in der abgelaufenen Förderperiode 2007 bis 2013 . Insgesamt konnten über sechs Millionen Euro an Fördergeldern in den Kreis geholt werden, die Investitionen von über 23 Millionen Euro auslösten. Sie wurden investiert in über 50 kleine und große Vorhaben.

„Das sind Projekte, die unsere Region für uns und unsere Gäste noch attraktiver machen“, erklärt Jürgen Manske Vorsitzender des Trägervereins in einem aktuellen Jahrsrückblick der AktivRegion. Angefangen hatte man 2007 übrigens nur mit einem Grundbudget von 1,5 Millionen Euro, das dann nach und nach aufgestockt werden konnte.

2014 brachte für die AktivRegion Pinneberger Marsch & Geest aber auch in einem anderen Bereich Wachstum. Die neuen Grenzen, also die Veränderung der Gebietskulisse, war eine der bedeutsamen Neuerungen. Man freute sich, die Gemeinden des Amtes Pinnau und die Gemeinde Moorrege für die AktivRegion gewonnen zu haben.

Bedauerlich ist aus der Sicht von Manske der Austritt der Stadt Uetersen, der auch für die Zusammensetzung der Gremien nicht ohne Folgen blieb. Allen ausgeschiedenen „Vorstands- und Projektbeiratsmitgliedern danken wir hiermit nochmals für die sehr gute Zusammenarbeit sowie ihr Engagement für die Region“, so der Vorsitzende.

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