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Uetersener Nachrichten

15. Dezember 2017 | 17:11 Uhr

Breitband : Start frei für den Zweckverband

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Lange ist daran gearbeitet worden, nun kann es losgehen. Am 7. März soll der „Zweckverband Breitband Südholstein“ aus der Taufe gehoben werden. Ziel ist es, die Gemeinden von Marsch und Geest mit schnellen Kommunikationsverbindungen zu versorgen. In vielen Bereichen sind die Bürger als Schnecken auf der weltweiten Datenautobahn unterwegs.

shz.de von
erstellt am 18.Feb.2014 | 21:42 Uhr

„Dann können wir agieren“, freut sich Jürgen Neumann, designierter Vorsteher des Zweckverbandes und Heistmer Bürgermeister. Es gibt eine Satzung, die von der Kommunalaufsicht in Kiel abgesegnet wurde. Träger des Zweckverbandes werden die vier Gemeinden sein, in denen der Abwasser-Zweckverband (azv) Südholstein mit seiner Breitband GmbH bereits ein Glasfasernetz ganz oder teilweise geschaffen hat. Dies sind Holm, Heist, Lentföhrden und Hasloh. Die Verbandsversammlung als oberstes politisches Gremium besteht aus den Bürgermeistern dieser Kommunen. Gegründet wird zum 1. März. Das neue Kommunalunternehmen soll das azv-Breitbandnetz übernehmen. Allerdings ist noch nicht klar, zu welchen Konditionen dies geschieht. Neumann geht davon aus, dass intensive Verhandlungen notwendig sind. In das Verfahren sind Wirtschaftsprüfer eingeschaltet worden. „Wir starten mit einem Rumpfhaushalt“, berichtet der Heistmer. Grundsätzlich müsse über die Finanzierung solcher Projekte im Ländlichen Raum gesprochen werden.

War anfangs die azv-Initiative für bessere Internetanbindungen auf breite Zustimmung gestoßen, so mehrten sich nach und nach die kritischen Stimmen unter den Verbandsmitgliedern. Besonders aus Städten, die über ihre Stadtwerke ebenfalls Telekommunikation verkaufen wollen, wurde Druck gemacht. So scheiterte Ende 2012 ein Versuch, einen Zweckverband zu initiieren, damals noch mit dem azv als Mitglied. Die Blockadehaltung der Städte konnte überwunden werden, in dem die Breitband GmbH nicht mehr als Mitglied dabei ist.

Lutz Altenwerth, Vorstand des azv und „Vater“ der Breitbandinitiative, wollte sich auf UeNa-Anfrage nicht zur Gründung des Zweckverbandes äußern. Geboten werden soll anderen Dörfern der Beitritt zum Zweckverband. Zahlreiche Gemeindevertretungen stehen in den Startlöchern, etwa die Haselauer. „Ich freue mich, dass es jetzt endlich losgeht“, sagt Bürgermeister Rolf Herrmann (CDU). Er möchte so schnell wie möglich beitreten, vorausgesetzt die Kommune wird dadurch nicht auf einen Schlag mit horrenden Schulden belastet.

Der Haselauer geht davon aus, dass die Kommunen wie bisher angedacht 20000 Euro als Einstand zu zahlen haben. Sollte der Beitritt zustande kommen können, werde man „sofort in der Werbung für Verträge mit dem Zweckverband gehen, um eine möglichst schnelle Lösung zu finden“, so Herrmann.

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