Düker-Rückbau : Stahlröhren aus dem Elbsand ziehen

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Wer mit der Fertigstellung des Elbdükers (die UeNa berichteten) bereits den Abschluss des Projekts erwartet, hat seine Meinung nach einer von Gasunie Deutschland organisierten Öffentlichkeitsveranstaltung revidieren müssen. Mit dem Rückbau des alten Dükers steht ein weiteres technisches Großvorhaben unmittelbar bevor.

shz.de von
12. Mai 2015, 21:54 Uhr

Denn die Röhren werden aus der Trasse herausgezogen, weswegen der Leiter der Unternehmenskommunikation, Dr. Philipp von Bergmann-Korn im Feuerwehrgerätehaus von einer „gigantischen Wurzelbehandlung“ sprach. Die beeinträchtigt den Schiffsverkehr und den Tourismus.

Denn los geht es mit dem Bau einer Rampe am Landesschutzdeich, über den die Rohre gezogen werden sollen. Die wird mit Aushub des neuen Dükers hergestellt. Damit ist dieser Bereich für Radfahrer und Spaziergänger nicht mehr passierbar. Die Gasunie-Experten stellten eine „Umleitung“ vor, die beim Heuhafen beginnt, um das Klärwerksgelände führt und beim Hetlinger Hafen wieder zurück an die Elbe führt. Drei Kilometer ist er lang.

Ferner wird der alte Düker auf einer Strecke von gut einem Kilometer im Fluss freigelegt, was mittels eines „Hopperbagger“ geschieht. Das Baggergut wird bei Giesensand zwischengelagert und nach der Entfernung der drei Röhren wieder an seinen alten Platz in der Elbe verklappt. Auf die Nassbaggerarbeiten folgt der Bau eines Demontagebandes sowie einer Zugvorrichtung, bevor die Entfernung beginnen kann. Die Rohre werden in zwei Phasen und in einem leichten Bogen herausgezogen. Am Beginn muss dafür der Schiffsverkehr für sechs bis sieben Stunden gesperrt werden.

Dieses optische Spektakel, das vermutlich einige Schaulustige anziehen wird, ist im Juli vorgesehen. An Land werden die Hohlkörper dann in sechs Meter lange Teile zerlegt und mit geschätzt 20 Lkw über den Deichverteidigungsweg Richtung Wedeler Tonnenhafen abtransportiert.

Die Arbeiten und damit auch die Sperrung für Radler und Fußgänger beginnen am kommenden Montag. Sie sollen am 30. Oktober enden. Mit dem Rückbau des Dükers ist das Projekt aber immer noch nicht beendet. Es folgt voraussichtlich zwischen Oktober und Mai 2016 der Abbau des Baugeländes auf Hetlinger Seite. Nach wie vor hat Gasunie mit Volker Böke einen Ansprechpartner für die Hetlinger, der telefonisch (0511/640607-2676) oder per E-Mail (info@gasunie.de) erreichbar ist. Die Power Point-Präsentation der Gasunie-Experten für die Info-Veranstaltung ist auf der Website der Gemeinde einsehbar. www.gemeinde-hetlingen.de

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